„Weltknuddeltag“: Der Einsamkeit entgegentreten

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„Weltknuddeltag“: Der Einsamkeit entgegentreten

Am 21.Jänner ist der Weltknuddeltag – und der hat für viele Menschen eine besondere Bedeutung, denn: Studien zeigen, dass soziale Kontakte und stabile Beziehungen nicht nur den Alltag angenehmer machen, sondern tatsächlich das Leben verlängern können. Das ist ganz besonderes wichtig, wenn man an chronischen Erkrankungen leidet.

Es ist wohl unbestritten, dass der Mensch nicht gerne allein ist und zu den „sozialen Wesen“ zählt. Gespräche, Zuneigung, Berührungen – vieles davon geht einfach nicht, ohne ein passendes Gegenüber. Dennoch zeigt sich, dass gerade die Bevölkerung in den westlichen Industrieländern immer mehr unter dem Phänomen „Einsamkeit“ leidet. In Großbritannien wurde im Jahr 2018 sogar die Stelle eines „Minister for Loneliness“ ins Leben gerufen. Einsamkeit ist bei den Briten zur Chefsache geworden. Ebenfalls aus Großbritannien kommt daher wohl auch das Konzept der „Sozialen Verschreibung“ (SP) – nicht Pillen sollen auf dem Rezept stehen, das der Arzt ausstellt, sondern ein Tanzkurs, ein Nachbarschaftscafe oder ein Therapiehund. Dort, wo Arzneimittel nicht mehr helfen, soll die Menschlichkeit einen wichtigen Platz einnehmen: Das Ziel von SP ist, das Wohlbefinden und die Gesundheit zu fördern, indem Patienten unterstützt werden, mehr Kontrolle über ihre eigene Gesundheit zu erlangen und auch soziale Bedürfnisse zu befriedigen.

Warum das so wichtig ist, zeigt eine Meta-Analyse über den Zusammenhang von sozialen Beziehungen und der Sterblichkeit (Holt-Lunstad J., Smith T., Bradley Layton J.) aus dem Jahr 2010: Aus den Ergebnissen geht hervor, dass Einsamkeit genauso schädlich wie der Konsum von 15 Zigaretten täglich ist. Sie schadet ebenso wie Alkoholmissbrauch oder Unsportlichkeit dem Körper und der Seele.

Dass es Erwachsenen längst nicht so leicht fällt, Freunde zu finden, wie es im Vergleich bei Kindern gelingt, liegt auf der Hand. Wir haben wenig Zeit und oft hohe Ansprüche. Einige Tipps, wie es dennoch gelingen kann, die eigne Komfortzone zu verlassen, haben wir für Sie zusammengestellt:

  • Besuchen Sie Veranstaltungen und öffentliche Events: Ob Kino, Konzert oder eine Führung durch eine Ausstellung – wer seine vier Wände nie verlässt, wird auch keine Kontakte knüpfen. Am besten suchen Sie sich Aktivitäten, die sie selbst gerne machen, denn dort treffen Sie am einfachsten Gleichgesinnte und haben schon Anknüpfungspunkte für ein Gespräch.
  • Belegen Sie einen Kurs: Sprachkurse, Fitnessstunden oder Kochkurse – auch hier gilt: Suchen Sie sich Themen, wo sie auf Gleichgesinnte treffen.
  • Engagieren Sie sich ehrenamtlich: Sie lernen neue Menschen kennen und tun gleichzeitig etwas Gutes!
  • Organisieren Sie selbst ein Treffen: Gute Beziehungen müssen gepflegt werden. Laden Sie Freunde ein, läuten Sie beim Nachbarn an oder fragen Sie Ihre Bürokollegen, ob sie nicht einmal gemeinsam ausgehen möchten. Kurzum: Ergreifen Sie die Initiative und rufen am besten gleich jetzt jemanden an, von dem sie schon lange nichts mehr gehört haben!
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