Verschlechterung bei einer COPD-Erkrankung
24.10.2016

Verschlechterung bei einer COPD-Erkrankung Wenn Sie unter einer COPD-Erkrankung leiden, kann es zu einer deutlichen Verschlechterung der Symptome kommen, die als Exazerbation bezeichnet wird. Sie kann in allen Krankheitsstadien auftreten, ist jedoch im fortgeschrittenen Stadium am häufigsten.

Speziell in der kalten Jahreszeit kann es vermehrt zu einer Exazerbation kommen. Es ist überaus wichtig, dass Sie diese Verschlechterung Ihrer Erkrankung rechtzeitig erkennen. Denn durch eine gute Therapie kann eine akute (plötzlich auftretende) Verschlimmerung verhindert werden.

Hinweise auf eine Exazerbation

Anzeichen für eine akute Verschlimmerung sind beispielsweise Symptome wie stärkere Atemnot, vermehrter Husten, zunehmender Auswurf, der verfärbt sein kann, verringerte Leistungsfähigkeit, große Müdigkeit, Enge im Brustraum und gelegentlich auch Fieber. Bei schwerer Exazerbation treten auffälligere Symptome zu Tage. Typische Anzeichen können Wassereinlagerungen im Gewebe sein oder eine bläulich rote Verfärbung der Haut, die durch einen niedrigen Sauerstoffgehalt des Blutes hervorgerufen wird. Eine schwere Exazerbation kann sich auch auf den Kreislauf auswirken: Die Pulsfrequenz steigt und Herzrhythmusstörungen können sich einstellen.

Ursachen für eine Verschlechterung

Ausgelöst kann eine Verschlechterung durch verschiedene Faktoren werden, wie beispielsweise durch Infektionen der Atemwege (Erkältungskrankheiten oder Grippe), Luftverunreinigung (Smog), Abgase oder auch durch Medikamente, welche die Atmungstätigkeit beeinflussen. Die häufigste Ursache ist allerdings ein Infekt der Atemwege. Um sich vor allem in der kalten Jahreszeit zu schützen, sollten Sie vermehrt auf eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung achten. Empfehlenswert sind auch Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen. Vor allem aber sollten Sie den Kontakt mit an Infekten erkrankten Personen vermeiden. Auch die jährliche Grippeimpfung dürfen Sie nicht verabsäumen.

 Notfallplan bereithalten

Wenn plötzlich Atemnot auftritt, sollten Sie wissen, was Sie zu tun haben und welche Medikamente wann und in welcher Reihenfolge und Dosierung eingenommen werden müssen. Besprechen Sie also mit Ihrem Arzt einen Notfallplan und stellen Sie zu Hause nach seinen Anweisungen eine Notfallbox bereit. Da im Notfall oft Aufregung und Unsicherheit herrschen, ist es auch hilfreich, eine mögliche Notsituation mit Ihren Angehörigen zu besprechen, damit diese wissen, was zu tun ist. Leichtere Exazerbationen können Sie selbst gut in den Griff bekommen, indem Sie die Atemtechnik sowie die richtige Körperhaltung erlernen. Zu diesem Thema gibt es Patientenschulungen, die sehr zu empfehlen sind. Besuchen Sie auch unseren COPD-Kurs, in dem sie lernen können, welche Möglichkeiten zur Erleichterung des Alltags Ihnen zur Verfügung stehen.