Schadstoffe als Auslöser für COPD
19.02.2018

Schadstoffe als Auslöser für COPD

Rauchen ist der häufigste Auslöser für die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Doch bei etwa 10 Prozent aller Betroffenen sind andere Ursachen für das Entstehen der COPD verantwortlich. Auch Umweltverschmutzung und berufliche Schadstoffbelastung können das Risiko für COPD erhöhen.

Ursachen der COPD

Hauptursache für die COPD ist das Rauchen. Der Großteil aller Betroffenen hat geraucht oder war Passivrauch ausgesetzt. Doch es gibt auch andere Ursachen, die für die Entstehung einer COPD verantwortlich sein können. Dazu könnten Forschern zufolge Atemwegsinfekte gehören. Treten diese vom Kindesalter an häufig auf, könnte dadurch eine spätere COPD begünstigt werden. Auch Vererbung kann eine Rolle spielen, zum Beispiel beim Alpha-1-Antitrypsin-Mangel, der bei rund drei Prozent aller COPD-Patienten vorliegt. Studien zeigen heute immer deutlicher, dass auch Schadstoffe bei der COPD einen wichtigen Risikofaktor darstellen. Sie können entweder aus der Umwelt oder durch eine hohe Schadstoffbelastung im Beruf stammen.

COPD durch Umweltverschmutzung?

Es gibt einige Hinweise, dass die Umweltverschmutzung COPD begünstigen könnte. Welche Folgen Umwelteinflüsse haben, zeigen Daten aus Entwicklungsländern, wo die Feinstaubbelastung und der Schwefeldioxid-Gehalt in der Luft besonders hoch sind. Dort ist auch der Anteil der Nichtraucher mit COPD weitaus höher als bei uns. Doch wie viel Einfluss hat die Umweltverschmutzung hier bei uns in Europa? Klar ist auf jeden Fall: Wer bereits COPD hat, bei dem können hohe Feinstaub- und Ozonwerte Exazerbationen auslösen. Inwiefern Schadstoffe in der Luft zur Entstehung von COPD hierzulande tatsächlich beitragen, wird möglicherweise in zukünftigen Studien geklärt werden.

Berufliche Schadstoffbelastungen

COPD kann bei bestimmten Berufsgruppen auch durch Schadstoffe am Arbeitsplatz ausgelöst werden. Der Gesetzgeber versucht deshalb, Betroffene durch Arbeitsschutzverordnungen vor dem Einatmen schädlicher Stäube, Gase oder Dämpfe zu schützen. Doch wer im Bergbau, der Schwerindustrie, der Getreideverladung oder als Schweißer arbeitet, aber auch wer beruflich oft Dämpfe und toxische Gase einatmet, hat ein erhöhtes COPD-Risiko. Auch hier sind - genau wie bei den Umweltschadstoffen - Menschen aus Entwicklungsländern noch stärker betroffen, da hier oft noch wenig Wert auf verringerte Schadstofffreisetzung und Arbeitsschutz gelegt wird.