Lungenfacharzt und Patient – so gelingt die optimale Zusammenarbeit

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Lungenfacharzt und Patient – so gelingt die optimale Zusammenarbeit

Wer COPD hat, braucht auch einen Lungenfacharzt. Diese Spezialisten sind von entscheidender Bedeutung für eine optimale Therapie und Krankheitsentwicklung. Viele Patienten und Patientinnen sind jedoch unsicher: Wie häufig brauche ich den Lungenfacharzt? Und wie bereite ich mich optimal auf den Termin vor? Wir klären diese Fragen.

Warum brauchen COPD-Patienten einen Lungenfacharzt?

Der Hausarzt/die Hausärztin ist für Patientinnen und Patienten der wichtigste Ansprechpartner bei gesundheitlichen Fragen und Problemen. Doch bei COPD und anderen chronischen Lungenerkrankungen genügt das nicht. Hier ist das Spezialwissen der Lungenfachärzte und -ärztinnen gefragt. Das hat mehrere Gründe:

  • Nur der Lungenfacharzt/die Lungenfachärztin hat alle notwendigen Geräte, die für die Diagnose und Verlaufskontrolle notwendig sind.
  • Die Medikamente müssen individuell eingestellt werden und genau zum Patienten/zur Patientin passen. Zum Beispiel gibt es Fälle, in denen Cortison dringend notwendig ist, und andere, bei denen es mehr schadet als nützt. Um solche Unterscheidungen zu treffen, ist viel Spezialwissen notwendig.
  • Der Verlauf sollte regelmäßig kontrolliert werden, um Verschlechterungen rechtzeitig zu erkennen und die Therapie anzupassen. Auch hier sind die Spezialisten für Lungenerkrankungen gefragt.

Wie häufig sollte ich zum Lungenfacharzt gehen?

Wenn die Therapie einmal eingestellt ist, kann der Hausarzt/die Hausärztin die weitere Behandlung übernehmen. Trotzdem sollten Sie regelmäßig Ihren Lungenfacharzt/Ihre Lungenfachärztin aufsuchen:

  • Einmal jährlich ist ein Routinebesuch beim Lungenfacharzt/bei der Lungenfachärztin wichtig. Er/sie führt einen Lungenfunktionstest durch und passt möglicherweise die Medikamente an.
  • Akute Beschwerden können Sie meist mit Ihrem Hausarzt/Ihrer Hausärztin besprechen. Zum Lungenfacharzt/zur Lungenfachärztin sollten Sie aber dann gehen, wenn sich Ihre Symptome deutlich verschlechtern. Wenn Sie zum Beispiel häufiger Atemnot verspüren, hohes Fieber haben oder Husten über mehrere Wochen nicht loswerden, sind die Spezialisten gefragt.

Wie bereite ich mich auf den Termin beim Lungenfacharzt vor?

Termine beim Lungenfacharzt/bei der Lungenfachärztin bekommen Sie meist nicht von heute auf morgen. Viele Ärzte und Ärztinnen haben Wartezeiten von mehreren Wochen oder Monaten. Kümmern Sie sich deshalb rechtzeitig um einen Termin.

Machen Sie sich Notizen über Ihren Krankheitsverlauf seit dem letzten Termin. Optimal ist ein Patiententagebuch, in das Sie regelmäßig Ihre Symptome und Medikamente eintragen.

Notieren Sie sich alle Fragen, die Sie stellen möchten, damit Sie sie nicht vergessen.

Nehmen Sie, wenn Sie möchten, eine Begleitperson mit ins Gespräch. Vier Ohren hören mehr als zwei!

Wenn Sie im Gespräch etwas nicht verstehen, fragen Sie nach. Es ist wichtig für Ihre Gesundheit, dass Sie gut Bescheid wissen.

Für eine gute Zusammenarbeit ist es wichtig, dass Sie sich bei Ihrem Lungenfacharzt/Ihrer Lungenfachärztin gut aufgehoben fühlen. Falls sich trotz Ihrer Bemühungen kein vertrauensvolles Verhältnis einstellt, denken Sie über einen Wechsel nach.

Quellen

  • https://www.leichter-atmen.de/juttas-blog/zusammenspiel-lungenfacharzt-patient
  • https://www.lungenaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/wie-kann-der-lungenarzt-bei-copd-helfen/
  • https://www.copd-deutschland.de/images/patientenratgeber/patientenbroschueren/compliance.pdf
  • https://www.leichter-atmen.de/copd-news/aufgaben-des-lungenfacharztes-bei-copd
  • https://www.leichter-atmen.de/copd-news/bei-copd-zum-hausarzt-oder-lungenfacharzt
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