Job und COPD, machbar?
15.12.2020

Job und COPD, machbar?Eine COPD-Diagnose bedeutet nicht das „Aus“ für Ihren Beruf. Mit einige Anpassungen lässt es sich mit COPD im Job gut zurechtkommen.Freilich gibt es Ausnahmen, etwa wenn der Arbeitsplatz Umstände mit sich bringt, die ursächlich für COPD sein oder die Erkrankung verschlechtern könnten. Schädliche Staubbelastung, Dämpfe, Rauch oder Gas können bestimmte Arbeitsplätze für COPD-Patienten unmöglich machen. In den meisten Fällen trifft dies jedoch nicht zu. Dann gilt es, mit dem Arbeitgeber das Gespräch zu suchen und Lösungen zu finden, die einen Verbleib im Job möglich machen.1

Reden hilft

Für die meisten Menschen ist ihr Beruf immerhin nicht nur Quelle des Einkommens, sondern auch Garant für einen geregelten Tagesablauf, für soziale Kontakte und die Eingliederung ins öffentliche Leben. Diese „Normalität“ möchten natürlich auch COPD-Patienten gerne lange erhalten. Daher ist es wichtig, die Arbeitsstelle an die Bedingungen, die sich durch die COPD ergeben, anzupassen: beispielsweise indem Kollegen bestimmte Aufgaben übernehmen, körperliche Anstrengung und Umgebungen mit Stäuben, Gasen, Rauch oder Dampf weitgehend vermieden werden oder eventuell die Vollzeit- in eine Teilzeitstelle umgewandelt wird.Sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber und/oder der Personalabteilung – manchmal liegen Lösungen ganz nahe.1  Rehabilitationsaufenthalte dienen auch dazu, die Erwerbsfähigkeit bis zur Pension zu erhalten. Nutzen Sie diese Angebote. COPD bringt mit sich, dass die Arbeitsfähigkeit mit zunehmendem Alter immer mehr eingeschränkt wird. Im Rahmen von Reha-Aufenthalten kann dem in gewissem Maße entgegengewirkt werden. Krankheitsbedingte Behinderung bzw. Invalidität oder Berufsunfähigkeit sollen mithilfe der Reha vermieden, vermindert oder beseitigt werden.Rehabilitation kann stationär oder auch ambulant durchgeführt werden, was im Zusammenhang mit dem Job von Vorteil sein kann.2

Unterstützung durch Kollegen

Als COPD-Patient ist es immens wichtig, über Notfallmaßnahmen Bescheid zu wissen. Im Fall von Exazerbationen – zeitweisen Verschlimmerungen der Erkrankung – kommt es meist zu akuter Atemnot. Ursachen können Infekte, Luftverunreinigung, Medikamente oder Begleiterkrankungen sein. Als Patient heißt es dann, Ruhe bewahren und möglichst ruhig atmen. Wenn sich der Zustand schnell verschlechtert, kann auch mal ein (Not-) Arzt erforderlich sein. Informieren Sie Ihre unmittelbaren Arbeitskollegen, was in diesen Momenten mit Ihnen passiert und wie sie Ihnen helfen können. Lassen Sie Ihre Kollegen wissen, wo sich Notfallplan und Medikamente befinden, damit sie im Zweifelsfall rasch eingreifen können. Unterstützung durch Kollegen Als COPD-Patient ist es immens wichtig, über Notfallmaßnahmen Bescheid zu wissen. Im Fall von Exazerbationen – zeitweisen Verschlimmerungen der Erkrankung – kommt es meist zu akuter Atemnot. Ursachen können Infekte, Luftverunreinigung, Medikamente oder Begleiterkrankungen sein. Als Patient heißt es dann, Ruhe bewahren und möglichst ruhig atmen. Wenn sich der Zustand schnell verschlechtert, kann auch mal ein (Not-) Arzt erforderlich sein. Informieren Sie Ihre unmittelbaren Arbeitskollegen, was in diesen Momenten mit Ihnen passiert und wie sie Ihnen helfen können. Lassen Sie Ihre Kollegen wissen, wo sich Notfallplan und Medikamente befinden, damit sie im Zweifelsfall rasch eingreifen können.3  Es wäre nicht zielführend, eine Erkrankung wie COPD zu verheimlichen, zumal sie mit offensichtlichen Problemen wie Atemnot oder Auswurf verbunden sein kann. Mit einersachlichen, aber konkreten Information der Arbeitskollegen und einem klärenden Gespräch mit dem Arbeitgeber über mögliche Anpassungen im Job wird klargestellt, womit bei einer COPD-Erkrankung zu rechnen ist. So steht einem Verbleib im Job nichts im Wege.


Quellen

  Erschienen am 15.12.2020 Foto © Studio Romantic – stock.adobe.com