Am Tag der Liebe zählt für COPD-Betroffene nicht nur die Leidenschaft, sondern vor allem das Verständnis. Doch klar ist – eine COPD-Diagnose verändert nicht nur das Leben der Erkrankten selbst, sondern auch das ihrer Partner:innen.
Am Tag der Liebe zählt für COPD-Betroffene nicht nur die Leidenschaft, sondern vor allem das Verständnis. Doch klar ist – eine COPD-Diagnose verändert nicht nur das Leben der Erkrankten selbst, sondern auch das ihrer Partner:innen.
Die chronische Lungenerkrankung beeinflusst mit Symptomen wie rascher Erschöpfung, Müdigkeit und Atembeschwerden sämtliche Bereiche des Alltags und somit eben auch Partnerschaften und das Familienleben.1,2 Wie groß diese Belastung tatsächlich ist, zeigen auch wissenschaftliche Untersuchungen: Eine Befragung zur mentalen Belastung und Lebensqualität von COPD-Patient:innen des Instituts für Psychologie der Universität Zürich offenbarte dabei bemerkenswerte Ergebnisse: Nicht nur die Erkrankten selbst zeigten erhöhte Angst- und Depressionswerte, sondern auch ihre Lebensgefährt:innen. Die Empfehlung? Partner:innen sollten stärker in die Betreuung eingebunden werden.3
Weil es für gesunde Menschen oft abstrakt ist, was es wirklich bedeutet, jeden Schritt wegen drohender Atemnot vorausplanen zu müssen ist fundiertes Wissen entscheidend.2 Diese unterschiedlichen Lebensrealitäten können wiederum schnell zu Missverständnissen und Spannungen führen.
Übernehmen Partner:innen zusätzlich noch Betreuungsaufgaben, während die Krankheit fortschreitet, stellt das die Partnerschaft vor zusätzliche Herausforderungen. Andererseits gibt es diejenigen, bei denen die Erkrankung zu einer intensiveren Bindung führt und die Beziehung zusätzlich festigt.2
Ein erfülltes Sexleben trägt jedenfalls für die meisten zu einer ganzheitlichen Lebensqualität bei. Für viele Menschen mit COPD entstehen jedoch genau hier Ängste – beispielsweise, in intimen Momenten keine Luft zu bekommen oder die Bedürfnisse des Partners oder der Partnerin nicht erfüllen zu können. Das führt häufig zu einem Vermeidungsverhalten. Aber auch Partner:innen kämpfen oftmals mit Sorgen – etwa, dass sich die Symptome während des Sex verschlimmern könnten.4
Doch COPD bedeutet nicht unbedingt das Ende der Sexualität. Vielmehr geht es darum, individuelle Wege zu finden, Intimität auszudrücken. Wenn die sexuelle Aktivität eingeschränkt ist, können zum Beispiel behutsame Zärtlichkeit, achtsame Berührungen, gemeinsames Baden oder einfach schöne Kuscheleinheiten neue Formen von Nähe schaffen. Es kann sogar bereichernd sein, gemeinsam diese neuen Facetten der Beziehung zu erkunden.4
1: https://www.lungeninformationsdienst.de/aktuelles/news/artikel/copd-patienten-profitieren-von-aktiven-angehoerigen
2: https://www.gesundheitsinformation.de/was-kann-helfen-mit-einer-copd-umzugehen.html
3:https://www.researchgate.net/publication/278752977_Psychische_Belastung_und_Lebensqualitat_bei_COPD-Patienten_und_bei_deren_Partnern
4: https://www.lungenliga.ch/sites/default/files/documents/22_07_08_cosy_b…