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Was können wir für bessere Raumluft tun?

27.04.2026

Wir denken bei Luftverschmutzung meist an Abgase und Industrie – dabei lauert ein großer Teil der Schadstoffbelastung direkt in unseren eigenen vier Wänden. Da wir den Großteil unseres Alltags in Innenräumen verbringen, hat die Qualität der Raumluft einen direkten Einfluss auf unsere Gesundheit. Besonders Menschen mit Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD sind gefährdet – und verbringen häufig noch mehr Zeit zuhause als Gesunde.1

Woher kommen die Schadstoffe?

Die Quellen sind vielfältig: Baumaterialien und Möbel, Reinigungs- und Duftstoffe, Heizungen und Kamine, aber auch Schimmel und von außen eindringende Schadstoffe belasten die Raumluft.1 Moderne, gut isolierte Gebäude verschärfen das Problem zusätzlich – weil weniger Frischluft nachströmt und Schadstoffe sich leichter anreichern.1

Erste Symptome wie Husten, trockener Hals oder Augenbrennen können schon nach kurzer Exposition auftreten. Langfristige Belastungen hingegen machen sich oft erst nach Jahren bemerkbar – etwa in Form chronischer Atemwegserkrankungen.1,2 Besonders sensibel reagieren Kinder, Allergiker:innen und Menschen mit bestehenden Lungenerkrankungen.1

Was sagt die Forschung?

Eine australische Langzeitstudie zeigte beispielsweise, dass Holzheizung, Gaskochen und Tabakrauch über einen Zeitraum von zehn Jahren signifikant zu Asthmasymptomen und einem Rückgang der Lungenfunktion beitragen. Gute Belüftung – etwa durch einen Abluftventilator oder regelmäßiges Stoßlüften – konnte diese negativen Effekte messbar reduzieren.4

Was kann ich konkret tun?

Der wichtigste und einfachste Schritt ist das regelmäßige Lüften: mehrmals täglich fünf bis zehn Minuten, besonders nach dem Kochen und Duschen.1 Die ideale Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 40 und 60 Prozent – darunter trocknen Schleimhäute schneller aus und darüber besteht Schimmelgefahr.2

Wirksame Maßnahmen:

  • In Innenräumen nicht rauchen1
  • Gasbetriebene Geräte regelmäßig warten lassen1
  • Feuchtigkeitsschäden und Schimmel konsequent beseitigen1
  • Auf emissionsarme Möbel und Baumaterialien setzen – Labels wie „Blauer Engel" oder „Oeko-Tex" geben eine Orientierung2
     

Kerzen und Duftstoffe – unterschätzte Quellen

Kerzen sorgen oft für eine besonders schöne Stimmung, aber hier ist Vorsicht geboten: Beim Abbrennen können ultrafeine Partikel entstehen, die tief in die Atemwege eindringen. Qualitativ hochwertige Kerzen mit gekürztem Docht und ruhiger Brennumgebung reduzieren die Rußbildung deutlich.2 Ähnliches gilt für Räucherstäbchen und Duftsprays: Sie setzen flüchtige organische Verbindungen und Verbrennungsprodukte frei. Wer auf Raumdüfte nicht verzichten möchte, sollte danach konsequent lüften – und in Anwesenheit von Asthmatiker:innen gänzlich darauf verzichten.2

Pflanzen und CO₂ als Indikator

Wahre Superhelden fürs Raumklima sind Zimmerpflanzen mit großen Blattflächen – etwa Birkenfeige, Efeutute oder Kentia-Palme, die das Raumklima positiv beeinflussen können.3 Als einfacher Indikator für die Luftqualität eignet sich übrigens ein CO₂-Messgerät: Werte unter 1.000–1.400 ppm gelten als akzeptabel, über 2.000 ppm als belastet.2

Mit konsequentem Lüften, schadstoffarmen Materialien und ein bisschen Aufmerksamkeit für alltägliche Quellen lässt sich die Belastung in den eigenen vier Wänden also deutlich senken!