Vitamin D bei Asthma und Allergien

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Vitamin-D bei Asthma und Allergien

Eigentlich ist Vitamin-D gar kein Vitamin, das wir essen können oder müssen, sondern die Vorstufe eines Hormons, dass wir mit Hilfe der UVB Strahlung in unserer Haut selbst erzeugen können. Dieses „Sonnenhormon“ benötigen nahezu alle Zellen unseres Körpers, um funktionieren zu können. Aber leider betrifft der Mangel an Vitamin-D sehr viele Menschen und ist an der Entwicklung zahlreicher Krankheiten beteiligt. Speziell in unseren Breitengraden ist der Vitamin-D-Mangel nicht selten, denn in der dunklen Winterzeit ist die UVB-Strahlung sehr gering. Im Sommer kann der Körper Vitamin-D mit Hilfe des Sonnenlichts selbst produzieren, aber in der kalten Jahreszeit sind oft Tabletten als Ergänzung notwendig. Nach Ansicht der Forscher könnte die Einnahme von Vitamin-D ein kostengünstiger Weg sein, um manche Krankheiten zu reduzieren.

Kann das „Sonnenvitamin“ vor Asthma schützen?

Intensive Forschungsbestrebungen gab es in den letzten Jahren auch zu der Frage, ob Vitamin-D vor der Entstehung von Allergien und Asthma schützen kann. Die aktuellste Studie kam zu dem Ergebnis, dass Vitamin-D zwar nicht vor Allergien schützt, aber durch die Einnahme von Vitamin-D die Häufigkeit der Anfälle zum Beispiel bei allergischem Asthma durchaus reduziert wird. Asthma und Allergien scheinen sich also eher zu entwickeln oder zu verstärken, wenn ein Vitamin-D-Mangel besteht. Es hat sich gezeigt, dass Menschen, die sich häufig im Freien aufhalten, weniger Probleme mit Atemwegserkrankungen haben. Man vermutet sogar, dass es einen Zusammenhang zwischen der Zunahme von Asthma und dem derzeit reduzierten Umgang mit der Sonne gibt. Denn aus Angst vor Hautkrebs scheuen viele Menschen die Sonne. Deshalb planen Wissenschaftler jetzt eine große klinische Studie, welche die Zusammenhänge genauer untersuchen soll.

Vorsicht bei Überdosierung

Die neuen Erkenntnisse über das Sonnenvitamin sollten keinesfalls zum leichtsinnigen Umgang mit der Sonne verführen. Es ist jedoch sinnvoll, durch vernünftige Sonnenbestrahlung auf eine ausreichende Vitamin-D-Bildung zu achten, indem man in der warmen Jahreszeit drei- bis viermal wöchentlich zehn bis zwanzig Minuten ohne Sonnencreme und mit möglichst wenig Bekleidung in die Sonne geht. Direkt nach dem Sonnenbad sollte man sich nicht mit Seife oder Duschgel waschen, denn der Körper braucht etwas Zeit, um das gebildete Vitamin-D aus der obersten Hautschicht aufzunehmen und zu verteilen.

Vor allem bei der Einnahme von Vitamin-D sollten Betroffene Vorsicht walten lassen, denn eine Überdosis kann in manchen Fällen sogar schädlich sein. Daher ist es keinesfalls ratsam, in Eigenregie vorbeugend Vitamin-D einzunehmen, das frei verkäuflich ist. Vitamin-D-Präparate sollten nur auf ärztlichen Rat hin angewendet werden und nur dann, wenn tatsächlich ein Mangel besteht.

Quellen

https://www.lungeninformationsdienst.de

https://www.vitamindmangel.net/vitamin-d-gegen-allergien.html

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