Was Lungenpatienten beim Fliegen beachten müssen

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Was Lungenpatienten beim Fliegen beachten müssen

Menschen, die unter einer chronischen Atemwegserkrankung leiden, müssen sich darüber im Klaren sein, dass eine Flugreise mehr Vorbereitungen verlangt als eine Fahrt mit dem Auto. Kalkulieren Sie eine Vorbereitungszeit von mindestens vier Wochen ein.

Vor allem sollten Sie die Sauerstoffversorgung im Flugzeug, sowie die diversen Bestimmungen für die Mitnahme eines Sauerstoffgerätes rechtzeitig mit der jeweiligen Fluggesellschaft abklären.

Wichtig: Die Flugtauglichkeitsbescheinigung

Konsultieren Sie vor einer Flugreise unbedingt Ihren Arzt. Er muss bestätigen, dass Sie aus medizinischen Gründen Sauerstoff benötigen und dass Sie fliegen dürfen. Die meisten Airlines verlangen von Lungenpatienten eine Flugtauglichkeitsbescheinigung, die von einem Lungenfacharzt ausgestellt werden muss.

Das Formular für die Flugtauglichkeitsbestätigung, das MEDIF (Medical Information Form)-Formular, erhalten Sie bei der jeweiligen Fluggesellschaft. Die Flugtauglichkeitsbestätigung reichen Sie bei Ihrem Reisebüro bzw. bei der Fluggesellschaft ein. Sie darf bei Antritt der Reise nicht älter als vierzehn Tage sein.

Das Fliegen bleibt Ihr eigenes Risiko

Aber trotz Flugtauglichkeitsattest bleibt das Fliegen ein Risiko, das der Patient selbst tragen muss. Denn im Flugzeug herrscht ein niedriger Sauerstoffpartialdruck. Der Kabinenluftdruck entspricht ungefähr der Höhe von 2400 Metern über dem Meeresspiegel, was einen Abfall der Sauerstoffsättigung von etwa 25 Prozent bedeutet.

Das kann für Lungenpatienten zu einem lebensbedrohlichen Problem werden, wenn durch den geringeren Partialdruck nicht genug Sauerstoff zur Verfügung steht.

Die Versorgung mit Sauerstoff im Flugzeug

Die meisten Fluggesellschaften stellen gegen Gebühr eine Sauerstoffdruckflasche zur Verfügung. Sollten Sie mehrere Flaschen benötigen, müssen Sie in den meisten Fällen einen zweiten Sitz dazu buchen, weil die Flaschen nicht in der Gepäckablage oder am Boden transportiert werden dürfen.

Kostengünstiger ist es, wenn Sie Ihre eigenen Flaschen mitnehmen. Dann brauchen Sie jedoch eine Bestätigung mit der Seriennummer vom Lieferanten. Aber Sie müssen auch damit rechnen, dass eine Fluggesellschaft den Transport von Gasdruckflaschen ablehnt.

In jedem Fall sollten Sie eine Bestätigung der jeweiligen Fluggesellschaft verlangen, ob das ausgesuchte Sauerstoff-Gerät an Bord erlaubt ist.

Denken Sie bei Ihrer Planung daran, dass Sie eventuell beim Einchecken unbequeme Kontrollen über sich ergehen lassen müssen, wenn Sie einen Flug mit Sauerstoff buchen.

LOT-Austria und Verein Travel-with-Doc

Die LOT-Austria, eine österreichische Selbsthilfegruppe bietet gemeinsam mit dem Verein Travel-with-Doc, einem Verein für ärztlich begleitete Reisen, nun Reisen mit einem Lungenfacharzt und einem Begleitfahrzeug für die Flüssigsauerstofftanks an. Mehr Informationen finden Sie unter www.selbsthilfe-lot.at

Die LOT Austria gibt www.mehr-luft.at in Ihren Links an.

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