Lungenkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten

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Lungenkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten

In Österreich ist Lungenkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung, nach Prostatakrebs bei Männern und Brustkrebs bei Frauen und noch vor Dickdarmkrebs. Unter Lungenkrebs – dem Bronchialkarzinom – versteht man eine bösartige Neubildung, die von Zellen der unteren Luftwege, den Bronchien, ausgehen. (1)

Vorsicht Rauch

Da die Anfangsstadien von Lungenkrebs beinahe oder gänzlich symptomlos verlaufen können, wird die Erkrankung oft spät entdeckt. Bei andauernden Beschwerden wie Husten, Auswurf, Atembeschwerden, Brustschmerzen und Appetitmangel sollte jedenfalls eine ärztliche Abklärung erfolgen. (5) Wichtigster Risikofaktor ist zweifelsohne das Rauchen und Passivrauchen, aber auch Belastungen der Atmungsorgane durch Erkrankungen wie COPD oder chronische Bronchitis sind problematisch. (1)

Nüchterne Zahlen

Etwa 60 von 100.000 Personen erkranken jährlich daran, Männer dreimal häufiger als Frauen, wobei die Zahl betroffener Frauen stärker steigt. Bei den Erkrankungen wird bis zum Jahr 2030 wird bei Frauen und Männern ein Plus von 91 % gegenüber dem Jahr 2014 prognostiziert, also nahezu eine Verdopplung der Lungenkrebsfälle. Für 2020 prognostiziert die Statistik Austria 2.948 Neuerkrankungen bei Männern und bereits 2.277 bei Frauen. Die höchste Dichte an Neuerkrankungen wird in der Alterspanne zwischen 40. und 80. Lebensjahr verzeichnet. Rund 90 Prozent aller Lungenkrebspatienten waren oder sind Raucher. (2), (3), (4)

Die Medizin unterscheidet zwei Gruppen von Lungenkrebs (1):

  • Das nicht kleinzellige Lungenkarzinom macht ca. 85 % der Krebserkrankungen der Lunge aus und wird wiederum unterteilt in Plattenepithelkarzinom, Adenokarzinom und in das großzellige Karzinom.
  • Das kleinzellige Lungenkarzinom (10-15 % der Erkrankungen) breitet sich rasch über den Blutweg und die Lymphbahnen aus.

Komplexe Behandlungen

Besteht der Verdacht auf Lungenkrebs, kommen verschiedene Untersuchungen zur Anwendung: Lungenröntgen, Computertomografie vom Brustkorb und die Bronchoskopie sowie meist auch ein Laborbefund. Auf Basis einer Biopsie lässt sich dann die definitive Diagnose erstellen. Mit weiterführenden Untersuchungen wie jenen von Thoraxorganen (andere Lungenseite), Lymphknoten, Bauchhöhle (Leber, Nebennieren), Skelettsystem und auch Hirn mittels bildgebender Verfahren wird das Krebsstadiums bestimmt und die passende Therapie festgelegt. (1)

In der Lungenkrebstherapie wird mittels Operation versucht, das vom Krebs befallene Gewebe zu entfernen, ohne die Atemfunktion zu sehr einzuschränken. Vor und nach der Operation wird häufig auf Chemotherapie gesetzt, in vielen Fällen zusätzlich auf Strahlentherapie. Mit der neuen Immuntherapie können bei nicht kleinzelligem Lungenkarzinom unter Umständen Tumorrückbildungen erreicht werden. (1)

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