Kaffee, Schwarztee und die Lunge
13.02.2020

Koffein ist nicht nur ein Wachmacher, sondern besitzt auch eine deutliche Wirkung auf die Lunge. Kaffee und Co. können die Symptome von Asthma verbessern, aber auch die Wirkung  (und die Nebenwirkungen) von Asthmamedikamenten verstärken. Wir erklären Ihnen, worauf Sie achten sollten.

Koffein und Asthma – die Zusammenhänge

Kaffee, Schwarztee, Grüntee und andere Nahrungs- und Genussmittel können Einfluss auf die Symptome von Asthma haben. Das darin enthaltene Koffein kann die Atemfunktion bei Asthmatikern verbessern und sanft zur Entspannung und Entkrampfung der Atemwege beitragen. Für einige Stunden kann das die Lungenfunktion von Asthmapatienten deutlich verbessern. Zusätzlich wird vermutet, dass regelmäßiges Kaffeetrinken auch die Entzündungen in den Atemwegen vermindern kann. Das viel genutzte Asthmamedikament Theophyllin ist eng mit dem Koffein verwandt und hat ganz ähnliche, wenn auch stärkere, Wirkungen.

Kaffee, Tee und Cola: Darauf sollten Sie achten!

Da Koffein und Theophyllin sich so ähnlich sind, können sie sich gegenseitig verstärken. Herzklopfen, Schlaflosigkeit und Nervosität sind häufige Nebenwirkungen. Gerade wenn Sie Theophyllin als Dauermedikation einnehmen, sollten Sie vorsichtig mit dem Konsum von Koffein umgehen. Ist das nicht der Fall, können Sie durchaus probieren, ob ein Glas Cola oder ein doppelter Espresso Ihre Atemfunktion gerade in Stresssituationen verbessert. Allerdings kann Kaffee natürlich nicht die entzündungshemmenden Medikamente oder gar die Notfallmedikation ersetzen. Wenn Sie regelmäßig Kaffee, Schwarztee oder Cola trinken, sollten Sie Ihren behandelnden Arzt darüber informieren. Möglicherweise wird Ihre Medikation dementsprechend angepasst.

So viel steckt drin: Koffeingehalt einiger Nahrungs- und Genussmittel

Dass Koffein in Kaffee und Cola enthalten ist, wissen wohl die meisten. Aber es gibt noch deutlich mehr Nahrungs- und Genussmittel mit Koffein:

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