Jederzeit richtig abhusten
03.02.2020

Jederzeit richtig abhustenAbhusten ist ein wichtiger Schutzreflex zur Reinigung der Atemwege besonders verschleimter Bronchien. Das heftige Husten bewirkt, dass sich Sekret und Schleim ablösen und die Atemwege nicht mehr blockieren.

Ein unangenehmer Vorgang, aber notwendig, um besser atmen zu können. Es gibt jedoch Techniken und Mittel, die die Schmerzen lindern und das Abhusten erleichtern. Viele Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenkrankheit (COPD) geraten auch beim Essen häufig in Atemnot. Lungenärzte empfehlen daher, vor der Nahrungsaufnahme ebenfalls gezielt abzuhusten.

So husten Sie Schleim richtig ab

Entspannung ist für alle Lebenslagen bei COPD-Patienten wichtig – besonders aber beim Abhusten. Eine atemerleichternde Körperhaltung erleichtert ebenfalls das Abhusten zähen Schleims. Dazu nehmen Sie die Kutscherhaltung auf einem Sessel ein: den Körper dazu leicht nach vorne beugen und die Arme auf die Knie legen, der Mund ist fest verschlossen. Dann husten Sie gegen die Lippen, wobei sich die Backen aufblähen. Husten Sie in kurzen, kräftigen Stößen. Den abgehusteten Schleim spucken Sie aus. Hilfreich ist es zwischendurch die Lippenbremse einzusetzen, um die Muskulatur zu entspannen. Bei der Lippenbremse atmen Sie über die leicht aneinander gepressten Lippen aus, wobei die Luft langsam durch einen schmalen Spalt entweichen kann.

Hilfsmittel, die das Abhusten erleichtern:

Geräte zur Sekretlockerung: Dazu stehen spezielle Hilfsmittel, wie zum Beispiel der Flutter (erhältlich u.a. im Internet), zur Verfügung. Das ist ein trichterförmiges Gerät, in dem sich eine Metallkugel befindet. Diese verursacht beim Ausatmen einen Widerstand und somit Druckschwankungen beim Ein- und Ausatmen, die die Atemluft in Schwingungen versetzt. Diese Vibrationen führen in den Bronchien dazu, dass sich Sekret lockert und leichter abgehustet werden kann.

Schleimlösende Mittel: Sitzt zäher Schleim fest in den Bronchien, ist das Abhusten besonders schwierig. Oft hilft es viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen, um den Bronchialschleim flüssiger zu machen. Warmer Tee aus Anis, Thymian, Eibisch, Süßholzwurzel oder Spitzwegerich gemischt, ist besonders hilfreich. In der Apotheke gibt es bereits fertige Bronchialtee-Mischungen zu kaufen. Über die potenzielle Einnahme schleimlösender Medikamente berät Sie der Arzt Ihres Vertrauens.

Inhalieren: Inhalieren befeuchtet die Atemwege und führt somit auch zu einer Lösung des Bronchialschleims. Kochsalzlösungen über einen Inhalator sind ideal und ebenfalls in Apotheken oder im gut geführten Sanitärbedarf erhältlich.

Atemschulung: Generell gilt, dass regelmäßiges Atemtraining mit PEP-Geräten (Atemdrucksysteme), die Atemnot senkt, die Atemmuskulatur trainiert und auch einen besseren Schleimabtransport ermöglicht. Somit können auch viele atemerleichternde Techniken zu einem leichteren, effektiveren Abhusten führen.

Ich bin Lungenpatient:in und benutze regelmäßig einen Inhalator.

Der Inhalator war und ist für mich selbsterklärend
29% (350 Stimmen)
Ich wurde gut von meiner Ärztin, meinem Arzt eingeschult
17% (207 Stimmen)
Das Personal in der Arztpraxis hat mich gut eingeschult
7% (88 Stimmen)
Ich wurde gut in der Apotheke geschult
4% (46 Stimmen)
Ich habe Informationsmaterial von meiner Ärztin, meinem Arzt bekommen
6% (79 Stimmen)
Ich habe mir eigenständig Informationen besorgt (Internet)
16% (198 Stimmen)
Ich bekomme Hilfe von Angehörigen
5% (62 Stimmen)
Ich habe teilweise Probleme mit meinem Inhalator
6% (77 Stimmen)
Die Anwendung des Inhalators ist sehr problematisch für mich
10% (117 Stimmen)
Anzahl aller Stimmen: 1224