Hilfe bei Rückenschmerzen von COPD-Patienten

Home / COPD / Hilfe bei Rückenschmerzen von COPD-Patienten

Hilfe bei Rückenschmerzen von COPD-Patienten

Bei COPD denkt man an Atemnot, Husten und Auswurf. Obwohl die meisten COPD-Patienten auch an Schmerzen leiden, wird dieses Problem, sogar von Ärzten, viel zu wenig beachtet. Besonders gequält werden die Patienten von Rückenschmerzen, die außerdem dazu beitragen, dass sich ihre Atemprobleme noch vergrößern. Ursachen dafür können, abgesehen von der Muskelanspannung durch Atembeschwerden, Übergewicht, Bewegungsmangel oder auch Osteoporose sein.

Regelmäßige Bewegung hilft

Es können auch Schmerzen in den Schultern, im Nacken, im Brustbereich, manchmal auch in den Beinen oder im Kopf auftreten, aber meistens überwiegen die Schmerzen im unteren Rückenbereich. Dadurch tendieren die Patienten zu einer Schonhaltung und vermeiden körperliche Anstrengungen. Das führt zum Verlust der körperlichen Fitness und zur Verringerung der Lebenserwartung. Heute weiß man, dass es nicht dauerhaft hilft, den Rücken ruhigzustellen. Vielmehr muss man ihn regelmäßig bewegen, die Muskulatur trainieren und den Stress bekämpfen. Körperliche Aktivität sollte also ein wichtiger Bestandteil der Therapie von COPD-Patienten sein. Untersuchungen haben gezeigt, dass sich regelmäßige körperliche Aktivität positiv auf den Krankheitsverlauf von COPD-Patienten auswirkt.

Atemtraining gegen die Schmerzen

Da für die Atmung und die aufrechte Körperhaltung dieselben Muskelgruppen (speziell das Zwerchfell) zuständig sind, müssen sie reibungslos zusammenarbeiten, damit die Atmung problemlos funktioniert. Hilfe bietet hier ein regelmäßiges Atemtraining. Zum einen stärkt es die Atemmuskulatur, zum anderen wird die Körperhaltung verbessert und somit werden die Rückenschmerzen gelindert. Durch das Training der Atemmuskeln wird auch das Durchatmen leichter, wodurch die körperliche Belastbarkeit wieder zunimmt. Eine positive Entwicklungsspirale für COPD-Patienten.

Zur Durchführung von Atemtraining kann man sich von einem Physiotherapeuten anleiten lassen oder sich auch ein Praxishandbuch zulegen. Darin sind Übungen für eine optimale Atemtechnik leicht verständlich dargestellt, die sich sowohl in der Gruppe als auch alleine zu Hause durchführen lassen, wobei außer Stuhl, Hocker, Thera-Band und Gymnastik-Stab keine besonderen Geräte benötigt werden. Außerdem sind Spezialgeräte für das Atemtraining in Apotheken und Sanitätshäusern erhältlich.

Verwandte Artikel