Gefährlicher Feinstaub: Was ist zu beachten!

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Gefährlicher Feinstaub: Was ist zu beachten!

Man kann ihn nicht sehen, aber er kann sehr gefährlich werden: Feinstaub besteht aus sehr kleinen Partikeln, die in die Atemwege eindringen können. Zusammen mit anderen Belastungen kann Feinstaub COPD und Asthma auslösen.

Die gute Nachricht: Seit 1990 haben laut Umweltbundesamt die österreichischen Feinstaubemissionen um 31 % auf etwa 27.900 Tonnen (2017) abgenommen. Gegenüber 2016 ist eine leichte Reduktion um 0,2 % zu verzeichnen.¹ Aktuelle Informationen über die Feinstaubbelastung finden sich im täglichen Luftgütebericht für Österreich.³

Winzig und gefährlich

Die gesetzlich festgelegten Höchstwerte der Feinstaubbelastung werden dennoch immer wieder überschritten. Vor allem für Städte in Beckenlagen gibt es immer wieder Meldungen, die für Lungenpatienten entscheidend sind. Die als Feinstaub (PM10) bezeichnete Staubfraktion enthält 50 % der Teilchen mit einem Durchmesser von 10 µm, einen höheren Anteil kleinerer Teilchen und einen niedrigeren Anteil größerer Teilchen. Partikel dieser Größe können über den Kehlkopf hinaus bis tief in die Lunge gelangen. Sie sind daher besonders gesundheitsschädlich. Sie sind maximal so groß wie Zellen und können daher mit freiem Auge nicht gesehen werden. Der gut sichtbare Staub, der bei Baustellen oder durch Streusplitt entsteht, besteht zum Großteil aus Grobstaub.¹

Mit dem Feinstaub dringen nicht nur winzige Staubpartikel in die Lunge ein, sondern auch Schadstoffe wie Kohlenwasserstoff werden mittransportiert. Bei dauerhaft erhöhter Belastung steigt das Risiko von Entzündungen und die Lungenfunktion sinkt. Zudem können weitere Organe betroffen sein: Durch eine erhöhte Feinstaubbelastung steigt das Herzinfarktrisiko und die Gedächtnisleistung verschlechtert sich. Für Lungenpatienten nimmt die Gefahr von Exazerbationen zu, sie sollten daher besonders gefährdete Orte meiden. Umso wichtiger ist ein Ausgleich in besonders sauberer Luft – beim Lungensport, bei Spaziergängen in der Natur oder beim Urlaub in Küstengebieten, wo die salzhaltige Luft die Lunge von innen befeuchtet.²

Neben Zigarettenrauch stellt Feinstaub den höchsten Risikofaktor für die Entstehung von COPD dar – vor allem dann, wenn Betroffene ihm dauerhaft oder immer wieder ausgesetzt sind. Vor allem für bereits Erkrankte ist daher unvermeidlich, hohe Feinstaubbelastungen so gut es geht zu vermeiden.

Bei hoher Feinstaubbelastung sollten Lungenpatienten Folgendes vermeiden:²

  • den Aufenthalt in Ballungszentren mit hohem Verkehrsaufkommen
  • das Benutzen öffentlicher Verkehrsmittel in der Rushhour
  • das Lüften der Wohnung zu den Hauptverkehrszeiten (z. B. wenn Sie an einer vielbefahrenen Straße wohnen)
  • das Einatmen von Industrieabgasen
  • Fahrradwege, die unmittelbar neben stark befahrenen Straßen liegen

Abbildung: In den letzten Jahren war die Feinstaub-Belastung niedriger als in den Jahren zuvor.

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