Essen, damit es der Lunge gut geht

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Essen, damit es der Lunge gut geht

Ernährung stellt für Lungenpatienten einen wichtigen Faktor dar, der den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen und vielen Erkrankungen sogar vorbeugen kann. Ernährungsumstellung bedeutet nicht zwingend Diät zu halten.

Neben dem Verzicht auf Nikotin, der Stärkung des Immunsystems, regelmäßiger Bewegung und dem Atmen in guter, sauberer Luft gilt auch die Ernährung als entscheidender Faktor, um den Körper und damit auch die Lunge gesund zu halten. Dabei geht es einerseits um die Frage, was konsumiert wird und andererseits, wie viel davon.

Anti-Diät-Tag am 6. Mai

Ein zu hohes Körpergewicht ist für COPD-Patienten ein Faktor, der den Alltag stark belasten kann. Übergewicht – meist eine Folge ungesunder Ernährung – gilt als Risikofaktor für Lungenerkrankungen. Mit radikalen Diäten dagegen vorzugehen, kann aber nach hinten losgehen. Am 6. Mai findet jährlich der internationale Anti-Diät-Tag statt. Bei dieser Gelegenheit wird auch darüber aufgeklärt, dass gesunde Ernährung nicht bedeutet, für ein Idealgewicht zu hungern. Sich lungenfreundlich zu ernähren heißt, Lebensmittel mit Bedacht auszuwählen und mit der Gewissheit, dass sie dem Körper Gutes tun.1)

Dos und Don’ts der Ernährung

Asthmapatienten sollten ein Auge auf Glutamat und Konservierungsstoffen haben, denn diese Bestandteile von Fertiggerichten können Anfälle auslösen. Alle Lebensmittel, die für Allergiker gefährlich werden können, sollten Betroffene konsequent meiden.2)

Zu den Lebensmitteln, die einen positiven Effekt auf die Lungenfunktion haben, zählen Omega-3-haltige Lebensmittel. Als beste Omega-3-Quellen gelten fette Fischarten, aber auch Leinsamen(öl) und Nüsse.4) Ausreichendes Trinken ist für Lungenpatienten ebenfalls ein Muss. Durch Flüssigkeit wird der Schleim in der Lunge dünnflüssiger und kann leichter abgehustet werden.3) Besonders gut geeignet sind Wasser, ungesüßter und grüner Tee. Auch zahlreiche Gewürze und Heilkräuter gehören zu den lungenfreundlichen Lebensmitteln, darunter Kurkuma, Ingwer und – nicht zu scharfe – Chilis. Vitamin C aus Obst und Gemüse, aber auch Zwiebeln und Knoblauch, Karotten, dunkelgrünes Gemüse, Äpfel, Beeren, Marillen, Zitrusfrüchte, Bohnen, Samen und Nüsse, Avocados, roter Paprika, Kakao und Geflügel wirken nachweislich positiv.

Manche Lungenfachärzte raten zu einer basischen Ernährung, die dazu beitragen kann den Schleim zu reduzieren und den Husten zu verbessern. Dabei setzt man auf viel Gemüse und säurearmes Obst sowie mehrere kleine, statt drei große Mahlzeiten. Fisch und Geflügel sind erlaubt, Kaffee, Kohlensäure, rotes Fleisch, Schokolade und Frittiertes hingegen sind tabu.5)

Wichtige Nährstoffe bei COPD5)

  • Kalzium: Mangel häufig in Kombination mit Vitamin-D-Mangel, beide Mängel erhöhen das COPD-Risiko
  • Magnesium: entspannt die Bronchialmuskulatur und verbessert die Lungenfunktion
  • Selen: Schutz vor Schadstoffen
  • Ballaststoffe
  • Omega-3-Fettsäuren: u. a. entzündungshemmend
  • Vitamine
  • Antioxidantien: neutralisieren freie Radikale; dazu gehören Vitamine C und E, Flavonoide, Carotinoide
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