Essen als Genuss

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Essen als Genuss

Kulinarische Genüsse bedeuten für viele Menschen tägliche kleine Lichtblicke, auf die sie sich freuen und die für Lebensqualität stehen. Das gilt auch für COPD-Betroffene – wenn auch mit kleineren Anpassungen.

Menschen, die an COPD leiden, benötigen meist eine höhere Energie- und Nährstoffzufuhr. Besonders wichtig ist es dabei, sich ausgewogen und gesund zu ernähren, denn das erhöht die Belastbarkeit und hilft, die Atemnot im Griff zu behalten.

Beschwerden wie Sodbrennen, Appetitmangel, vermehrte Müdigkeit und depressive Verstimmungen sind vielen Betroffenen nicht unbekannt. Wenn die Ernährung an die Erkrankung angepasst wird, kann aber auch dagegen vorgegangen werden. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Antioxidantien, wie Vitamin A, C und E, sind besonders wichtig, denn sie wirken gegen Entzündungen. Omega-3-Fettsäuren werden Verdienste um die Verbesserung der Lungenfunktion zugeschrieben. Schließlich geht es bei der richtigen Ernährung auch darum, Über- und Untergewicht zu vermeiden, da sie sich auf den Krankheitsverlauf auswirken.1

Ernährungspyramide

Die Ernährungspyramide informiert darüber, welche Nahrungsmittel eher häufig und welche eher selten auf dem Speiseplan stehen sollten. Für COPD-Patienten gilt: Kohlenhydrate sind besonders wichtig, da sie viel Energie bereitstellen, außerdem Obst und Gemüse für die Vitamin- und Nährstoffversorgung um ein intaktes Abwehrsystem zu gewährleisten. Deutlich kleinere Portionen werden von Fleisch, Eiern, Käse, Milch und Fisch empfohlen und am wenigsten von fettreichen Lebensmitteln und Süßspeisen.2

Doch wie steht es mit Genussmitteln wie Kaffee und Alkohol? Mindestens eineinhalb bis zwei Liter Flüssigkeit pro Tag ist jedenfalls angeraten. Gemeint sind damit aber Wasser, ungezuckerte Tees und verdünnte Fruchtsäfte. Zuckerhaltige Getränke und Alkohol sollten nur in Maßen genossen werden. Zu viele Getränke erhöhen den Druck in der Lunge und sind ebenfalls nicht empfehlenswert.1 Alkohol begünstigt Entzündungen der Atemwege und sollte daher, wenn überhaupt, nur selten in kleinen Mengen genossen werden.3 Kaffee schadet in Maßen genossen nicht. Laut einer Studie der Universität Teheran kann Kaffee mit Honig sogar Reizhusten lindern.4

Es gibt keine Lebensmittel, die völlig „verboten“ sind, die Wahl der täglichen Nährstoffzufuhr ist für COPD-Patienten aber genauso entscheidend wie für jeden anderen auch. Vielfalt, bunte, appetitliche Portionen machen Lust am Essen. Übergewichte sollten weitgehend auf Fett und Zucker verzichten, Untergewichtige auf erhöhte Kalorienzufuhr achten. Genuss braucht keine Verbote, sondern Verantwortung und bewusste Entscheidungen.5

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