Borg-Skala: Anstrengungsempfinden beim Sport messen

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Borg-Skala: Anstrengungsempfinden beim Sport messen

Jede Anstrengung, sogar eine einfache alltägliche Betätigung wie das Einkaufen, kann für COPD-Patienten zu einer Belastung werden. Denn die Atmung wird mühsamer, nach dem Ausatmen bleibt die Luft in der Lunge, das Atemorgan bläht sich auf und Atemnot ist die Folge.

Das ist der Grund, warum Betroffene jede Anstrengung vermeiden und oft auch keinen Sport betreiben. Aber das Vermeiden von Bewegung kann auch dazu beitragen, dass sich der Zustand immer mehr verschlechtert. Ein gut gewähltes und gezieltes Sportprogramm kann jedoch helfen, gewisse Krankheitssymptome zu lindern.

Die Borg-Skala – ein einfaches Hilfsmittel

Körperliche Aktivität hilft nicht nur die Lebensqualität von COPD-Patienten zu verbessern, sie schützt auch vor einer Vielzahl von Herz-Kreislauferkrankungen. Mit der Borg-Skala, ein einfaches, aber effektives Hilfsmittel, können Sie selbstständig Ihr Trainingsprogramm festlegen, ohne sich dabei zu überanstrengen.

Denn die Borg-Skala berücksichtigt auch die bei Belastung entstehende Atemnot, die durch die RPD-Werte (Received Perception of Dyspnoe) angegeben wird. So können Sie Ihr Anstrengungsempfinden während des Trainings bestimmen. Für die Messung Ihres Zustandes werden Zahlen von 6 bis 20 verwendet. Wobei 6 den besten Zustand angibt und 20 den schlechtesten. Die Borg-Skala wird nicht nur für das Training von Patienten mit chronischen Lungen- und Herzkrankheiten eingesetzt, sondern auch für Trainingsempfehlungen beim Hochleistungssport.

Was ist das Anstrengungsempfinden?

Unter Anstrengungsempfinden versteht man das subjektive Empfinden einer Person, wie schwer und anstrengend eine vorgegeben Leistung für sie ist. Das Anstrengungsempfinden hängt von mehreren Faktoren ab. Unter anderem von der Beanspruchung der Muskulatur, von der Atemnot, und von Symptomen wie Brustschmerzen oder Bedingungen der Umgebung wie Hitze oder Kälte.

Vor der Belastungsprobe werden Sie über die Skala der Anstrengungsempfinden informiert. Die Skala des Anstrengungsempfindens wird in Augenhöhe gehalten. Während der Belastung sollen Sie angeben, wie anstrengend Sie die jeweilige Betätigung, beispielsweise das Fahrradfahren, empfinden, indem Sie eine Zahl zwischen 6 und 20 nennen.

Die Borg-Skala ist einfach zu bedienen. Sie werden innerhalb kürzester Zeit in der Lage sein, diese zu verstehen und zu benutzen.

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