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Asthma Notfall? Das sind 7 Sofortmaßnahmen

19.01.2026

Ein Asthmaanfall ist nicht zu unterschätzen: Er kann wenige Minuten bis hin zu Stunden andauern und unterschiedlich schwer verlaufen.1 In seiner stärksten Variante kann er lebensbedrohlich sein. Entscheidend ist, dass Betroffene und ihre Angehörigen gut informiert sind und einen klaren Notfallplan haben.2

Zur Vorbereitung: Das sollten Sie parat haben

Am besten gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt einen individuellen Notfall‑ oder Selbstbehandlungsplan ausarbeiten.2 So ein Plan setzt meist eigene Kenntnisse rund um die Messung des Peak-Flow-Wertes, Inhalationstechniken und das richtige Einnehmen von Medikamenten und Atemtechniken voraus.

Außerdem ist es wichtig, die Schwere der Beschwerden selbst richtig einschätzen zu können, gegebenenfalls die Menge an Bedarfs- und Notfallmedikamente anzupassen, die Asthmatiker:innen immer dabeihaben sollten3 und zu wissen, wann doch ein Notruf unumgänglich ist.2

Früh erkennen: Wann wird es gefährlich?

Typische Symptome eines beginnenden Asthmaanfalls:2

  • Husten
  • Pfeifende Atmung und Kurzatmigkeit
  • Atemnot, Ausatmen fällt schwer
  • Engegefühl in der Brust

Symptome im Überblick

  • Leicht bis mittel: Sprechen ist noch möglich, weniger als 25 Atemzüge pro Minute, Puls unter 110 pro Minute und Peak-Flow: PEF > 50 % vom Sollwert2
     
  • Schwer: Sprechen ist kaum noch möglich, sehr flache und schnelle Atmung, starker Puls (über 110 pro Minute), Peak-Flow: PEF < 50 % vom Sollwert2
     
  • Lebensbedrohlich – sofort 144 oder 112 wählen: „Stille Lunge“, also kaum Atemgeräusche, bläuliche Verfärbung der Lippen und Fingernägel (Zyanose), Herz-Rhythmusstörungen, Verwirrtheit und Benommenheit.2

Richtig Handeln im Notfall

Sieben Sofortmaßnahmen, auf die sowohl Betroffene als auch Ersthelfer:innen achten sollten:1,2,3

  1. Ruhig bleiben, auch um weitere Aufregung zu vermeiden, und versuchen die Symptome in leicht, mittel oder schwer einzuordnen. Dabei hilft, ob die betroffene Person noch sprechen kann und wie hoch der Peak-Flow-Wert ist.
  2. Bedarfsmedikation sofort und richtig einnehmen.
  3. Maßnahmen aus dem Notfallplan durchgehen.
  4. Enge Kleidung öffnen (z. B. Kragen, Gürtel) und für frische Luft sorgen.
  5. Atemerleichternde Körperhaltung einnehmen (siehe Kutschersitz oder Torwartstellung) und Lippenbremse machen. Hier gibt's die Anleitung zur Atemtechnik: https://www.youtube.com/shorts/mtno5HIDZxM
  6. Hat sich die Atemnot nach 10 bis 20 Minuten nicht verbessert, nochmal Bedarfsmedikation einnehmen.
  7. Falls keine Maßnahmen helfen oder sich sogar verschlimmern – Notruf wählen.

Kutschersitz: Setzen Sie sich auf die vordere Stuhlkante, Oberkörper leicht nach vorne, Unterarme auf den Oberschenkeln abstützen.3

Torwartstellung: Breitbeinig stehen, leicht in Knie gehen, Hände auf Knien abstützen, Oberkörper nach vorne beugen.3

Weitere Informationen rund um das Thema Asthma Notfall samt Downloads für einen Notfallplan, eine Videoanleitung zur Lippenbremse finden Sie hier:

https://mehr-luft.at/was-kann-ich-tun/notfall#verhalten