Ich bin COPD-Patient:in und bin während der letzten Woche in der Nacht aufgrund von Problemen mit meiner Atmung (Kurzatmigkeit, Husten, Gefühl von Enge in der Brust) aufgewacht?

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Alkohol und Asthma

17.04.2017

Patienten mit Asthma sollten beim Genuss von Alkohol vorsichtig sein. Alkoholische Getränke – oder, genauer gesagt, die darin enthaltenen Histamine - können allergische Reaktionen und Asthma begünstigen. Wir haben für Sie zusammengefasst, auf was Sie achten sollten.

Alkohol kann Allergien und Asthma verstärken

Empfindliche Menschen reagieren auf Wein, Bier und andere alkoholhaltige Getränke mit Kopfschmerzen, Niesen, Juckreiz oder Husten. Bei Asthmatikern können schlimmstenfalls Asthmaanfälle oder ein allergischer Schock ausgelöst werden. Der Grund liegt in der Herstellung der Getränke. Nicht der Alkohol selbst löst die Beschwerden aus. Die Ursache sind vielmehr die Zutaten, die unter Einwirkung von Mikroorganismen wie Hefen oder Bakterien vergoren werden. Dabei entstehen Histamine, die als Signalstoffe maßgeblich an allergischen Reaktionen beteiligt sind. In manchen Fällen werden den Getränken auch Stoffe zugesetzt, die für Allergiker problematisch sein können. Dazu gehören die Sulfite (bestimmte Schwefelverbindungen) im Wein, besonders häufig im Weißwein, die unter anderem als Konservierungsmittel dienen. Rotwein ist besonders reich an Histamin und kann zusätzlich Tyramin enthalten. Zur Filterung von Bier werden manchmal Eiweißstoffe zugegeben, die ebenfalls Allergien auslösen können.

Wie viel Alkohol ist erlaubt?

Menschen mit allergischem Asthma reagieren häufig (aber nicht immer) auch auf bestimmte alkoholische Getränke. Am häufigsten sind allergische Reaktionen auf Wein, etwas seltener auf Bier. Schnaps und Spirituosen lösen dagegen nur selten eine Verschlimmerung von Asthma oder Allergien aus. Etwa 30 Prozent der Asthmapatienten berichten, dass ihre Symptome sich mehr oder weniger stark verschlechtern, wenn sie Alkohol trinken. Doch das ist nicht bei jedem Allergiker so. Einige wenige Menschen mit Asthma spüren sogar eher das Gegenteil: Ihnen fällt unter Alkoholeinfluss das Atmen leichter und Atemnot tritt weniger auf, da sich die Atemmuskulatur entspannt. Daher gibt es keine allgemeingültige Empfehlung für die Trinkmenge. Achten Sie darauf, wie gut Sie welche Sorten von Alkohol vertragen.

Im Zweifelsfall sollten Sie auf alkoholische Getränke besser verzichten oder mit Ihrem Arzt sprechen, vor allem wenn Sie Asthma-Medikamente einnehmen.