Wie gut unterstützt Sie Ihr Notfallspray dabei, während der Pollenzeit mit Ihrem Asthma zurechtzukommen?

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Lunge

Asthma einfach erklärt

Asthma bronchiale ist eine chronische Erkrankung der Atemwege – und eine der häufigsten weltweit.

Bei Asthma reagieren die Bronchien überempfindlich: Schon alltägliche Dinge wie kalte Luft, Pollen, Hausstaubmilben oder körperliche Anstrengung können die Atemwege reizen und eine Entzündung auslösen. Anders als bei einer gewöhnlichen Bronchitis klingt diese Entzündung nicht einfach ab – sie bleibt.

Asthma zeigt sich in zwei Formen: Beim allergischen Asthma sind es bestimmte Allergene, die einen Anfall auslösen. Beim nicht-allergischen Asthma können ganz verschiedene Faktoren dahinterstecken – von Stress bis zu Wetterveränderungen.1
 

Habe ich Asthma?

Asthma kündigt sich meist leise an. Typische Zeichen sind: 

  • Atemnot, die plötzlich auftritt
  • ein Engegefühl in der Brust
  • erschwertes Ausatmen
  • Husten, besonders nachts.2

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Die Symptome kommen oft in Schüben. Dazwischen kann es lange ruhige Phasen geben, in denen sich kaum etwas bemerkbar macht. Das bedeutet aber nicht, dass alles in Ordnung ist – die Entzündung in den Atemwegen bleibt auch dann bestehen.2

Bei Kindern zeigt sich Asthma oft anders als bei Erwachsenen: Anhaltender Reizhusten ist hier häufig das erste und einzige Zeichen. Weil das viele Ursachen haben kann, wird Asthma bei Kindern leider oft spät erkannt. Dabei gilt: Je früher die Behandlung beginnt, desto besser.2

Wenn Sie sich oder Ihr Kind in diesen Beschreibungen wiedererkennen sollten Sie das Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt suchen.2

Was triggert Asthma?

Asthma ist nicht gleich Asthma: das zeigt sich besonders bei den Auslösern. Beim allergischen Asthma beispielsweise reagieren die Atemwege auf bestimmte Substanzen aus der Umwelt. Am bekanntesten sind Pollen – sie machen das Leben vieler Betroffener vor allem in der Pollensaison schwer.3
 

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Aber auch Hausstaubmilben, Tierschuppen, Schimmelpilzsporen oder bestimmter Staub wie Mehl- oder Holzstaub können einen Anfall auslösen. Wer auf Hausstaubmilben oder Tiere reagiert, hat oft das ganze Jahr über Beschwerden.

Beim nicht-allergischen Asthma sind es keine Allergene, die die Atemwege reizen – sondern andere Faktoren:

  • Atemwegsinfektionen
  • bestimmte Medikamente
  • Sport
  • Rauch
  • kalte Luft.

Die Atemwege sind auch hier chronisch entzündet und überempfindlich – nur der Auslöser ist ein anderer.

Viele Betroffene kennen ihren persönlichen Trigger gut. Wer seine Auslöser kennt, kann besser vorsorgen – und leichter einschätzen, wann Vorsicht geboten ist.3

Welche Behandlungen gibt es?

Damit die Asthma-Therapie optimal wirkt, kommt es entscheidend auf die richtige Anwendung der Medikamente an. Kinder und Eltern sollten sich die Inhalationstechnik von medizinischem Fachpersonal genau erklären lassen und den Umgang damit regelmäßig üben.

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Sogenannte Controller-Medikamente (Dauermedikamente) müssen täglich angewendet werden – auch dann, wenn keine Beschwerden auftreten –, um Entzündungen vorzubeugen. Reliever (Bedarfsmedikamente) kommen im Notfall zum Einsatz und sollten immer griffbereit sein.4

Tipp: Feste Routinen können helfen – zum Beispiel die Inhalation direkt nach dem Zähneputzen. Kleine Belohnungen wie ein Sticker im Kalender können zusätzlich motivieren.

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Kinder Asthma

Asthma Selbsttest

Wenn Sie Asthmatiker:in sind und merken, dass der Alltag in letzter Zeit plötzlich beschwerlicher geworden ist, dann kann ein kurzer Test zur Orientierung helfen. Es handelt sich dabei um eine erste Einschätzung der eigenen Asthma-Kontrolle und ersetzt keine ärztliche Diagnose.

Antworten Sie ehrlich auf Fragen wie:
Ob Sie in den letzten vier Wochen untertags mehr als 2x/Woche Asthmasymptome hatten?
Ob Sie in der Nacht öfter wegen des Asthmas aufgewacht sind?
Ob Sie bei Aktivitäten in der Schule, im Beruf oder beim Treppensteigen Einschränkungen spüren?

Setzen Sie gleich selbst den ersten Schritt: 

Mythos: Kein Sport bei Asthma

Viele wissen gar nicht, dass es sich dabei nur um ein Gerücht handelt!

Univ.-Prof. Dr. Bernd Lamprecht, Professor für Innere Medizin mit Schwerpunkt Pneumologie an der Medizinischen Fakultät der Johannes-Kepler-Universität Linz klärt auf:

Ein Verzicht ist weder notwendig noch sinnvoll. Im Gegenteil, sportliche Aktivität wirkt anti-entzündlich und steigert Kondition und Atemmuskelkraft, wodurch Atemnot schrittweise reduziert und die körperliche Leistungsfähigkeit verbessert werden kann. 

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Prinzipiell kann jeder Sport ausgeübt werden, sofern die damit verbundenen Belastungen die verfügbare Lungenfunktion nicht überfordern. Bei guter Asthmakontrolle und weitgehend normalisierter Lungenfunktion sind auch Belastungen im Spitzensport möglich, mehrere Olympiasieger aus unterschiedlichen Disziplinen sind Asthmatiker:innen.

Mythos: Inhalation wirkt auf Dauer nicht

Viele Asthmatiker:innen kennen diese Sorge, deshalb haben wir wieder bei Univ.-Prof. Dr. Bernd Lamprecht nachgefragt:

Bei kurzwirksamen bronchienerweiternden Mitteln (Beta-2-Sympathomimetika) kann bei sehr häufiger Anwendung tatsächlich eine gewisse Gewöhnung eintreten – die Wirkung kann sich verringern oder verzögern. Wird gleichzeitig ein inhalatives Kortikosteroid eingesetzt, wirkt das dieser Entwicklung jedoch entgegen.

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Die alleinige häufige Anwendung von kurzwirksamen bronchienerweiternden Substanzen sollte vermieden werden. Bei Asthma bietet es sich an, eine Kombination aus bronchienerweiternden Substanzen und inhalativen Kortikosteroiden (Cortison) als Dauer- und als Notfallmedikation zu verwenden.

Dadurch wird die zugrundeliegende Entzündung besser kontrolliert, der Bedarf an Inhalationen nimmt mit der Zeit ab und zudem schützt der Kortisonanteil vor einer Toleranzentwicklung/Gewöhnung in Hinblick auf die bronchienerweiternden Substanzen.
 

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Frau illustration braucht Inhalator

Richtig Inhalieren

– mit der richtigen Technik! 

Egal welchen Inhalator Sie verwenden: Nur wer ihn richtig anwendet, bekommt auch die volle Wirkung.

Beim Dosieraerosol ist das richtige Timing entscheidend – Sprühstoß und Einatmen müssen aufeinander abgestimmt sein. 

Pulverinhalatoren sind für viele etwas einfacher, weil der Wirkstoff direkt durch den Atemzug freigesetzt wird. Aber auch hier gilt: Die Inhalation muss tief und zügig erfolgen, damit das Medikament dort ankommt, wo es wirkt.

Besonders im Akutfall zählt jede Sekunde – deshalb lohnt es sich, die Handgriffe so gut zu kennen, dass sie automatisch sitzen. Am besten lassen Sie sich die Technik einmal von Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke zeigen und üben sie gemeinsam.
 

Setzen Sie auf Affirmationen zu Ihren Atemübungen!

Das sind kurze, positive Aussagen, die Sie sich selbst bewusst und wiederholt sagen. Was simpel klingt, hat einen echten Effekt: Wer regelmäßig positive Gedanken formuliert, beginnt, sie auch zu verinnerlichen. So werden Affirmationen zu einer praktischen Strategie gegen Stress und negatives Denken – ganz ohne großen Aufwand.5

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Liebe macht das Herz zum Frieden. Älteres älteres Paar, das mit den Händen Herzform annimmt. Erwachsener alter Ehemann Frau zeigt Herzzeichen. Glückliche Rentnerfamilie. Ich liebe dich glücklich Valentinstag

Stärken Sie doch Ihre positiven Gedanken während Sie Ihre Atemübungen machen!

Lassen Sie bei jedem Atemzug negative Gefühle los und sagen Sie sich:6

Ich bin dankbar.
Ich bin wertvoll.
Ich vertraue mir selbst.
Ich bin gut genug – so, wie ich bin.
Ich gehe kraftvoll durch den Tag.5,6

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Liebe macht das Herz zum Frieden. Älteres älteres Paar, das mit den Händen Herzform annimmt. Erwachsener alter Ehemann Frau zeigt Herzzeichen. Glückliche Rentnerfamilie. Ich liebe dich glücklich Valentinstag
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Lungengesundheit mehr luft

Was tun im Notfall?

Ein Asthmaanfall klingt oft bedrohlicher als er ist. Und mit der richtigen Vorbereitung lässt er sich in den meisten Fällen schnell in den Griff bekommen.

Vorsorgen
Vertrauenspersonen, Lehrer:innen oder Kolleg:innen sollten wissen, dass Sie Asthma haben – und wo die Notfallmedikamente sind. Lassen Sie sich von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt einen persönlichen Verlaufsplan erstellen und am besten, Sie haben ihn dann stets dabei. Download Asthma Notfallplan

Früh erkennen
Ein Anfall kündigt sich oft schon Tage vorher an: häufigere Atemnot oder Husten – besonders nachts, sinkende Peak-Flow-Werte, mehr Bedarf an Notfallspray. Wer ein Asthma-Tagebuch führt, kann diese Veränderungen schneller erkennen.

Im Notfall
Ruhig bleiben, Kleidung lockern, Notfallspray sofort einsetzen. Nehmen Sie eine atemerleichternde Haltung ein – zum Beispiel den Kutschersitz – und die Lippenbremse anwenden: Lippen locker aufeinanderlegen und gegen diese Blockade ausatmen.7

Verbessert sich die Atmung nicht – sofort den Notruf wählen!