Welt-Asthma-Tag
Zuerst einmal: Tief einatmen.
Denn eines ist eigentlich klar: Wer für andere da sein will, muss zuerst auf sich selbst achten. Das gilt im Alltag – und ganz besonders dann, wenn jeder Atemzug etwas mehr Aufmerksamkeit braucht.
Asthma betrifft Millionen von Menschen weltweit.
Und trotzdem kursieren nach wie vor viele Missverständnisse und falsche Informationen über die Erkrankung. Rechtzeitig zum Welt-Asthma-Tag wollen wir das unbedingt ändern.
Auf dieser Landingpage finden sich deshalb die wichtigsten Infos auf einen Blick:
- Mythen, die wir endlich aus der Welt räumen.
- Trigger, die man unbedingt kennen sollte.
- Einen kurzen Selbsttest, um sicherzugehen.
- Praktische Tipps – vom richtigen Inhalieren bis zu animierten Atemübungen.
Entdecken Sie auf dieser Seite die vielen Aspekte von Asthma, und lassen Sie uns gemeinsam – achtsamer atmen!
Habe ich Asthma?
Asthma kündigt sich meist leise an. Typische Zeichen sind:
- Atemnot, die plötzlich auftritt
- ein Engegefühl in der Brust
- erschwertes Ausatmen
- Husten, besonders nachts.2
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Die Symptome kommen oft in Schüben. Dazwischen kann es lange ruhige Phasen geben, in denen sich kaum etwas bemerkbar macht. Das bedeutet aber nicht, dass alles in Ordnung ist – die Entzündung in den Atemwegen bleibt auch dann bestehen.2
Bei Kindern zeigt sich Asthma oft anders als bei Erwachsenen: Anhaltender Reizhusten ist hier häufig das erste und einzige Zeichen. Weil das viele Ursachen haben kann, wird Asthma bei Kindern leider oft spät erkannt. Dabei gilt: Je früher die Behandlung beginnt, desto besser.2
Wenn Sie sich oder Ihr Kind in diesen Beschreibungen wiedererkennen sollten Sie das Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt suchen.2
Was triggert Asthma?
Asthma ist nicht gleich Asthma: das zeigt sich besonders bei den Auslösern. Beim allergischen Asthma beispielsweise reagieren die Atemwege auf bestimmte Substanzen aus der Umwelt. Am bekanntesten sind Pollen – sie machen das Leben vieler Betroffener vor allem in der Pollensaison schwer.3
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Aber auch Hausstaubmilben, Tierschuppen, Schimmelpilzsporen oder bestimmter Staub wie Mehl- oder Holzstaub können einen Anfall auslösen. Wer auf Hausstaubmilben oder Tiere reagiert, hat oft das ganze Jahr über Beschwerden.
Beim nicht-allergischen Asthma sind es keine Allergene, die die Atemwege reizen – sondern andere Faktoren:
- Atemwegsinfektionen
- bestimmte Medikamente
- Sport
- Rauch
- kalte Luft.
Die Atemwege sind auch hier chronisch entzündet und überempfindlich – nur der Auslöser ist ein anderer.
Viele Betroffene kennen ihren persönlichen Trigger gut. Wer seine Auslöser kennt, kann besser vorsorgen – und leichter einschätzen, wann Vorsicht geboten ist.3
Welche Behandlungen gibt es?
Damit die Asthma-Therapie optimal wirkt, kommt es entscheidend auf die richtige Anwendung der Medikamente an. Kinder und Eltern sollten sich die Inhalationstechnik von medizinischem Fachpersonal genau erklären lassen und den Umgang damit regelmäßig üben.
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Sogenannte Controller-Medikamente (Dauermedikamente) müssen täglich angewendet werden – auch dann, wenn keine Beschwerden auftreten –, um Entzündungen vorzubeugen. Reliever (Bedarfsmedikamente) kommen im Notfall zum Einsatz und sollten immer griffbereit sein.4
Tipp: Feste Routinen können helfen – zum Beispiel die Inhalation direkt nach dem Zähneputzen. Kleine Belohnungen wie ein Sticker im Kalender können zusätzlich motivieren.
Mythos: Kein Sport bei Asthma
Viele wissen gar nicht, dass es sich dabei nur um ein Gerücht handelt!
Univ.-Prof. Dr. Bernd Lamprecht, Professor für Innere Medizin mit Schwerpunkt Pneumologie an der Medizinischen Fakultät der Johannes-Kepler-Universität Linz klärt auf:
Ein Verzicht ist weder notwendig noch sinnvoll. Im Gegenteil, sportliche Aktivität wirkt anti-entzündlich und steigert Kondition und Atemmuskelkraft, wodurch Atemnot schrittweise reduziert und die körperliche Leistungsfähigkeit verbessert werden kann.
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Prinzipiell kann jeder Sport ausgeübt werden, sofern die damit verbundenen Belastungen die verfügbare Lungenfunktion nicht überfordern. Bei guter Asthmakontrolle und weitgehend normalisierter Lungenfunktion sind auch Belastungen im Spitzensport möglich, mehrere Olympiasieger aus unterschiedlichen Disziplinen sind Asthmatiker:innen.
Mythos: Inhalation wirkt auf Dauer nicht
Viele Asthmatiker:innen kennen diese Sorge, deshalb haben wir wieder bei Univ.-Prof. Dr. Bernd Lamprecht nachgefragt:
Bei kurzwirksamen bronchienerweiternden Mitteln (Beta-2-Sympathomimetika) kann bei sehr häufiger Anwendung tatsächlich eine gewisse Gewöhnung eintreten – die Wirkung kann sich verringern oder verzögern. Wird gleichzeitig ein inhalatives Kortikosteroid eingesetzt, wirkt das dieser Entwicklung jedoch entgegen.
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Die alleinige häufige Anwendung von kurzwirksamen bronchienerweiternden Substanzen sollte vermieden werden. Bei Asthma bietet es sich an, eine Kombination aus bronchienerweiternden Substanzen und inhalativen Kortikosteroiden (Cortison) als Dauer- und als Notfallmedikation zu verwenden.
Dadurch wird die zugrundeliegende Entzündung besser kontrolliert, der Bedarf an Inhalationen nimmt mit der Zeit ab und zudem schützt der Kortisonanteil vor einer Toleranzentwicklung/Gewöhnung in Hinblick auf die bronchienerweiternden Substanzen.
Quellen:
1: https://www.allergieinformationsdienst.de/krankheitsbilder/allergisches…
2: https://www.gesundheitsinformation.de/asthma.html
3: https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/asthma/grundlagen&n…;
4: https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/atemwege/Asthma.html
5: https://www.lungenliga.ch/blog/bewusst-atmen-und-positiv-denken
6: https://www.iu.de/magazin/selbstliebe-affirmation/
7: https://www.lungenaerzte-im-netz.de/krankheiten/asthma-bronchiale/thera…