Pollen-Allergie im Herbst
31.08.2015

Pollen-Allergie im Herbst 

 

Wenn sich auch die Blütezeit der Natur ihrem Ende entgegen neigt, ist die Pollenbelastung noch nicht ganz vorbei. Auch im Herbst schwirren Pollen durch die Luft, die für Allergiker besonders für Menschen, die unter allergischem Asthma leiden – gefährlich werden können.

Die Belastung durch die Blüten der Gräser ist zwar überall ziemlich gering, aber der Beifuß in verschiedenen Varianten kann vor allem Asthmatikern schwer zu schaffen machen. Die Hauptzeit für die Beifuß-Pollen reicht von Anfang Mai bis Ende August, die Pollengefahr für Allergiker kann jedoch bis Ende September, bei trockenem Wetter sogar bis Mitte Oktober andauern. Der Beifuß gedeiht vor allem auf Unkrautfluren, Schutthalden und Brachflächen.

Ambrosia: eine Belastung für Allergiker

Eine besonders belastende Art des Beifußes ist die Ambrosia, auch Ragweed genannt, die als stärkster Allergieauslöser unter den Pflanzen gilt. Die Pollen der Ambrosia können schon beim ersten Kontakt Asthma-Anfälle auslösen. Das Kraut kann bis zu einem Meter hoch wachsen und die Stängel sind im Unterschied zum Gemeinen Beifuß leicht behaart, die Form ist kugeliger und die Blütenstände sind gedrungener. Bei mildem Herbstwetter können die Ambrosia-Pollen sogar bis zum Dezember hinein grassieren. In den vergangenen Jahren hat sich das Unkraut vom Osten her rasant in Österreich ausgebreitet und wurde bereits in allen Bundesländern gesichtet – vor allem aber im Burgenland und im Wiener Becken. Ebenso sind viele Gebiete in Kärnten – speziell entlang der Autobahn nach Slowenien und in den Flusstal-Landschaften – stark betroffen. Ambrosia gedeiht auf Straßenrändern entlang der Hauptverkehrsrouten, Baustellen und Schutthalden, in Neubausiedlungen und Gärten. Vorsicht ist auch an Plätzen geboten, an denen im Winter Vögel gefüttert werden, denn die Samen der Ambrosia finden sich in vielen Vogelfutter-Mischungen. Während des Laubfalles im Herbst haben auch Schimmelpilzsporen Hochsaison. In Wäldern und Gärten ist die Konzentration in der Luft am höchsten.

Daher sollten Allergiker Gartenarbeiten in Obstgärten und ausgiebige Spaziergänge im Wald vermeiden.