Ich bin Asthma-/COPD-Patient:in und habe Erfahrung mit Atemphysiotherapie

Auswahlmöglichkeiten

Immunsystem stärken im Frühling

04.04.2025

Die milder werdenden Temperaturen sind eine gute Gelegenheit, viel Zeit im Freien zu verbringen. In Kombination mit gesunder Ernährung wird damit auch die Immunabwehr gestärkt.

Wenn die Pflanzen zu sprießen beginnen und die Strahlen der Sonne wieder ein wenig wärmen, zieht es die meisten Menschen ganz von selbst ins Freie. Wichtig ist dabei jedoch, auf die eigenen Abwehrkräfte zu achten, denn insbesondere Temperaturschwankungen können eine Herausforderung darstellen.

Steigende Temperaturen

Große Temperaturunterschiede von mehr als zehn Grad können Stress für die Atemwege bedeuten und Asthmaanfälle begünstigen.1 Schnelle und ausgeprägte Temperaturwechsel, besonders der Wechsel von Wärme zu Kälte – zum Beispiel aus geheizten Räumen in die kalte Außenluft – oder Nebel, also die Kombination aus Kälte und Feuchtigkeit, können bei manchen Menschen Atembeschwerden bis hin zu Asthmaanfällen verursachen. Mit steigender Wärme steigt auch die mögliche Ozonbelastung, ein weiterer Risikofaktor für Asthmapatient:innen.2

Gesunde Ernährung

Der Frühling bietet sich auch als guter Zeitpunkt für einen Neustart in Sachen Ernährung an, um die Abwehrkräfte zu stärken und so für gesundheitliche Herausforderungen besser gewappnet zu sein. Frisches Gemüse schmeckt nun besonders gut und der eigene Speiseplan kann überprüft und auf ein neues gesundes Maß eingestellt werden, das die Abwehrkräfte stärkt. Denn: Fehlernährte Patient:innen tragen ein erhöhtes Risiko für Infektionen der Atemwege oder allergische Reaktionen, was ihre Erkrankung zusätzlich verkomplizieren kann. Zudem beeinträchtigt eine unausgewogene, schlechte Ernährung die Lungenfunktion. Studien haben zudem gezeigt, dass die Abwehrkraft der Lunge durch Mangelernährung herabgesetzt wird.3

Vitamin D

Vitamin D kann mithilfe von Sonnenlicht im Körper selbst aufgebaut oder mit der Nahrung zugeführt werden. Es wirkt auf die Regulation des Stoffwechsels, die Mineralisierung der Knochen und beeinflusst verschiedene Hormone. Aber auch beim Muskelstoffwechsel und bei der Infektabwehr ist Vitamin D wichtig.4

Eine Studie liefert Hinweise, dass Vitamin-D-Mangel auch an der Entstehung einer autoimmunbedingten Lungenerkrankung beteiligt sein könnte.5 Niedrige Vitamin-D-Spiegel im Serum stellen zudem einen Risikofaktor für die Entwicklung einer Lungenentzündung (Pneumonie) dar. Generell geht man davon aus, dass ein Vitamin-D-Mangel die Immunabwehr schwächt und das Risiko von leichten Atemwegsinfektionen erhöht.6

Entsprechend wichtig ist es, dass Lungenpatient:innen gezielt Sonnenlicht „tanken“ und Zeit im Freien verbringen. Im Idealfall wird die körpereigene Vitamin-D-Produktion mit Bewegung kombiniert.

Bewegung

Sportliche Betätigung oder auch nur moderate, aber regelmäßige Bewegung ist unbestritten ein wichtiger Faktor für starke Abwehrkräfte. So stärken Spaziergänge oder sportliche Aktivitäten nachweislich das Herz-Kreislauf-System und die körpereigene Immunabwehr. Bewegung kann zudem Krankheiten wie Diabetes vorbeugen oder dabei helfen, bereits vorhandene Erkrankungen zu lindern oder ihren Fortgang zu bremsen.7

Wie positiv sich Sport auswirkt, hängt auch von der Dosis ab. Das heißt, je regelmäßiger trainiert wird, desto besser, stabiler und nachhaltiger ist auch die Wirkung. Allerdings sollte Sport moderat und mit Erholungsphasen betrieben werden, sonst können sich die positiven Effekte, gerade auf das Immunsystem, auch wieder umkehren.7

2680/TCP/MehrLuftTexte/AT/03-2025