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Allergie zu Asthma: Der gefährliche Etagenwechsel

16.06.2026

Inmitten der ergrünten Natur fließen wieder öfter die Tränen und schnupfen wieder häufiger die Nasen – Tatsächlich zählen Pollenallergien in industrialisierten Ländern zu den häufigsten allergischen Erkrankungen. In Österreich ist ungefähr jede vierte Person betroffen. Hinter den vermeintlich harmlosen Beschwerden kann sich aber eine chronische Entzündungsreaktion verbergen, die sich unbehandelt auf die unteren Atemwege ausweiten kann.1

Was bedeutet Etagenwechsel?

Viele versuchen, ihre Allergiesymptome einfach auszuhalten oder sehen darin nichts weiter als eine saisonale Unannehmlichkeit. Werden die Beschwerden allerdings nicht behandelt, kann sich die Erkrankung weiter verschlechtern und sich langfristig auf die Atemwege auswirken.1

Mediziner:innen sprechen jedoch erst von einem „Etagenwechsel“, wenn sich eine allergische Reaktion von den oberen Atemwegen – also Nase und Augen – auf die Bronchien und Lunge ausbreitet. Aus klassischem Heuschnupfen kann also allergisches Asthma entstehen.1

Wie entsteht allergisches Asthma?

Treffen Pollen auf Schleimhäute, können sie dort Entzündungsreaktionen auslösen. Werden diese wiederum nicht oder nicht ausreichend behandelt, können sie sich weiter auf die Prozesse im Körper ausbreiten.4 Etwa ein Drittel aller Menschen mit Heuschnupfen entwickelt im Verlauf Beschwerden in den tieferen Atemwegen.2 Studien zeigen, dass bis zu 40 Prozent aller Menschen mit Pollenallergie allergisches Asthma entwickeln.1

Zu den häufigsten Auslösern für allergisches Asthma zählen:

  • Pollen
  • Tierhaare
  • Hausstaubmilben
  • Schimmelpilzsporen2

 

Wichtig: Eine frühzeitige Therapie kann helfen, einen Etagenwechsel zu verhindern oder zumindest die Häufigkeit von Asthmaanfällen in Zukunft deutlich zu reduzieren.1
 

Diagnose und Behandlung

Wenn der Verdacht auf eine Allergie besteht, ist es essenziell, so früh wie möglich eine Diagnose und passende Therapie zu erhalten – am besten bei einem Lungenfacharzt bzw. einer Lungenfachärztin mit allergologischer Spezialisierung.3

Zu den gängigen Therapieansätze zählen:

  • Allergenvermeidung: Kontakt mit den Auslösern so gut wie möglich reduzieren
  • Akutbehandlung: Antiallergische Medikamente wie Antihistaminika sowie entzündungshemmende Wirkstoffe in Form von Augentropfen, Nasensprays, Tabletten oder Inhalatoren
  • Hyposensibilisierung: Die spezifische Immuntherapie soll den Körper schrittweise an die Allergene gewöhnen4

Allergien früh ernst nehmen

Heuschnupfen ist keine harmlose Begleiterscheinung, die man einfach aussitzen sollte. Eine frühzeitige haus- und fachärztliche Abklärung kann helfen, den gefährlichen Etagenwechsel zu verhindern und die Lebensqualität langfristig zu erhalten.1