Halten Sie die Luft an! – Welt COPD Tag

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Halten Sie die Luft an! – Wenn Atemnot zum Alltag gehört, ein Leben mit COPD

In Wien ging anlässlich des Welt COPD Tages am 8.11.2017 die Luftkontrolle um. Mit dieser außergewöhnlichen Guerilla-Aktion wurde Bewusstsein für die chronische Lungenerkrankung COPD geschaffen.

Das unerträgliche Gefühl nicht genug Luft zu bekommen, Kurzatmigkeit auch im Ruhezustand oder bereits bei geringer Belastung, dazu chronischer Husten und Auswurf – das sind die klassischen Symptome der chronischen Lungenerkrankung COPD. Viel zu selten und meist viel zu spät werden diese Symptome aber als schwere und entsprechend ernstzunehmende Atemwegserkrankung erkannt. Das tägliche Leben zu meistern, ohne schnell nach Atem ringen zu müssen, ist den meisten Betroffenen zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr möglich, zu stark werden sie durch die Symptome eingeschränkt.

Da COPD aber nicht plötzlich auftritt, sondern einen schleichenden Verlauf hat, suchen viele Betroffene erst dann den Arzt auf, wenn ihr Leidensdruck bereits sehr hoch ist. Die Diagnose COPD wird daher häufig erst in einem weit fortgeschrittenen Stadium gestellt. Tatsächlich können bei fortgeschrittener COPD Tätigkeiten wie die Einkäufe nachhause zu tragen, Stufensteigen oder ein ausgiebiger Spaziergang, ja sogar duschen oder aus dem Bett aufzustehen zu wahren Kraftakten und schier unüberwindbaren Hürden werden.
COPD ist zwar nicht heilbar, kann aber aufgrund der vielen Therapieoptionen heutzutage gut behandelt werden. Dabei gilt, je früher COPD erkannt wird, desto erfolgreicher die Behandlung: Im besten Fall kann sogar das Voranschreiten der Erkrankung verzögert oder aufgehalten werden.

Doch wie fühlt es sich an, in der Haut eines COPD-Betroffenen zu stecken? Wenn die Luft knapp wird und die Atmung eingeschränkt ist? Wenn schon die kleinste Anstrengung Atemnot verursacht? Um das für Passanten hautnah erfahrbar werden zu lassen, war die Luftkontrolle dieser Tage auf der Mariahilferstraße in Wien unterwegs.

(c) Chiesi 2018

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