Arbeiten mit Lungenerkrankung

Darauf sollten Sie achten

Ein Beruf hat nicht nur mit Geldverdienen zu tun, sondern sichert auch einen geregelten Alltag, die Erhaltung sozialer Kontakte und das gute Gefühl, etwas Wichtiges zu leisten. Mit Asthma ist eine Vollzeitarbeit im Normalfall kein Problem, wenn Sie einige Bedingungen beachten. COPD schränkt früher oder später die Möglichkeit ein, einem ganztägigen Beruf nachzugehen. Bis dahin können Sie jedoch einiges tun, um sich Ihren Beruf so lange wie möglich zu erhalten.

Wen muss ich über meine Erkrankung informieren?

Laut Arbeitsrecht sind Sie erst einmal nicht verpflichtet, Ihre chronische Erkrankung gegenüber dem Arbeitgeber offenzulegen. Das ändert sich jedoch, wenn Sie Ihre Arbeitsleistung auf Dauer nicht erbringen können oder der Betriebsablauf oder Dritte gefährdet werden könnten. Natürlich gibt es auch unter den Arbeitgebern „schwarze Schafe“, die an der Beschäftigung chronisch kranker Mitarbeiter kein Interesse haben.

Dennoch ist es empfehlenswert, den Arbeitgeber, Betriebsarzt, Betriebsrat oder ggf. die Behindertenvertrauensperson zu konsultieren und mit diesen den stetigen Austausch zu suchen. Meist werden Sie offene Türen einrennen, denn weder Ihr Chef noch Ihre Kollegen möchten Sie als engagierten Mitarbeiter mit Ihrem wichtigen Know-how verlieren.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie Sie gemeinsam mit Ihrem Arbeitgeber Lösungen finden können, die Ihnen eine dauerhafte Teilhabe am Berufsleben ermöglichen. Dazu müssen jedoch alle Seiten über die Erkrankung Bescheid wissen und natürlich auch die Möglichkeiten kennen, welche Anpassungen nötig sind und wo entsprechende Unterstützung, egal ob finanziell oder materiell, beantragt werden kann.

Arbeiten mit Asthma – die richtige Berufswahl

Asthmatiker können normalerweise einem ganz normalen Berufsleben nachgehen. Allerdings sollten Sie bei der Berufswahl darauf achten, welche Arbeiten sich für Sie eignen. Ungeeignet sind Arbeiten mit starker körperlicher Arbeit und regelmäßigen Spitzenbelastungen, zum Beispiel Arbeit auf dem Bau, in der Schwerindustrie oder in einer Spedition. Ebenfalls ungeeignet sind Berufe, bei denen eine hohe inhalative Belastung vorliegt: Im Bäckerhandwerk kommt viel Mehlstaub vor, in einer Gärtnerei sind Sie starkem Pollenflug ausgesetzt, in der Holzverarbeitung bekommen Sie es mit Holzstaub zu tun. Auch als Friseur, Maler oder Lackierer, als Fliesenleger oder Landwirt sollten Sie nicht unbedingt arbeiten. Tritt Ihr Asthma vor allem an Ihrem Arbeitsplatz auf, kann es auch berufsbedingt sein. Gleiches gilt auch für COPD: Zwar wird die Krankheit meistens durch das Rauchen verursacht, es gibt aber auch noch andere Auslöser, die zum Beispiel am Arbeitsplatz vorkommen. In diesem Fall sollten Sie unbedingt einen Betriebsarzt oder Ihren behandelnden Arzt ansprechen. In vielen Fällen haben Sie die Möglichkeit, Ihre Lungenerkrankung als Berufskrankheit anerkennen zu lassen. Dann können Sie verschiedene Leistungen beantragen.

Lungenkrank – der optimale Arbeitsplatz

Auch wenn Ihre Lungenkrankheit nicht berufsbedingt ist, kann der Arbeitsplatz trotzdem zu Beschwerden führen. Diese Punkte sollten Sie beachten und notfalls mithilfe des Betriebsarztes oder Betriebsrats durchsetzen:

  • Rauchfreier Arbeitsplatz: Sie haben ein Recht darauf, dass Ihr Arbeitsplatz rauchfrei ist. Leider sieht die Realität oft anders aus. Als Patient mit Asthma oder COPD sollten Sie rauchende Kollegen im Büro nicht tolerieren!
  • Klimaanlage als Gefahr: Klimaanlagen wirbeln Staub und Schadstoffe auf und sorgen für eine trockene Luft. An Ihrem Arbeitsplatz sollte deshalb keine Klimaanlage laufen.
  • Büropflanzen als Problem: In vielen Büros sind große Pflanztöpfe aufgestellt. Das kann aus zweierlei Gründen ein Problem werden: Auf den Blättern sammeln sich große Mengen Staub und in der Erde bildet sich Schimmel. Vielleicht können die Pflanzen entfernt werden?
  • Sauberkeit: Alle Oberflächen an Ihrem Arbeitsplatz sollten täglich feucht abgewischt werden, damit sich nicht zu viel Staub bildet.

Entspannung durch geführte Meditation

Unsere Entspannungs-Podcasts möchten Sie mit auf eine Reise nehmen. Kurze Meditationen helfen dabei, Schmerzen beim Atmen zu lindern, Stress zu bewältigen und Ärger zu überwinden. Hören Sie einfach zu und lassen sich ganz fallen.

Entspannen bei Stress am Arbeitsplatz

Jeder Mensch hat Phasen, in denen die Arbeit als stressig empfunden wird. Dauert der Stress über eine längere Zeit an, kann er psychische oder körperliche Folgen haben. Bei Asthma oder chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung ist die Bewältigung von Stress besonders wichtig, weil dieser sich ungünstig auf die Erkrankung auswirken kann.

Lass dich mit unserer geführten Meditation mit auf eine Reise nehmen, die dich entspannt und dir hilft, mit den Belastungen im Alltag und am Arbeitsplatz gelassener umzugehen.

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