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Hustentechniken & Sekretlösungen

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Kurs Krankheitsmanagement – Lektion 3

Hustentechniken & Sekretlösungen

Bei COPD gehören der Husten und die Sekretbildung neben der Atemnot zu den belastendsten Symptomen. Der Husten ist dabei ein wichtiger Mechanismus, um Schleim zu lockern und aus den Atemwegen zu entfernen. Im folgenden Video sehen Sie, wie ein effektives Abhusten möglich ist, ohne die Lunge unnötig stark zu belasten.

Die Hustenarten

Der Umgang mit dem Hustenreiz hängt von der Art des Hustens ab (siehe Video). Dabei unterscheidet man:

  • Unproduktiver Husten (trockener Husten, Reizhusten): Hustenreiz, trocken, ohne Sekretbildung.
  • Produktiver Husten: Es wird Sekret gebildet, dass sich manchmal nur schwer abhusten lässt.

Vorsicht beim Husten

Zu kräftiges und häufiges Husten kann bei COPD die Schleimhäute der Lungenwege zusätzlich schädigen. Husten Sie immer nur kurz. Geschlossene Lippen oder ein Taschentuch vor dem Mund bremsen die Atemluft: Der Husten wird weniger stark. Zudem sorgt der Atemwiderstand dafür, dass die Bronchien beim Husten geweitet bleiben und es nicht zu Atemnot kommt.

Hilfe beim Abhusten

Zusätzlich zur regelmäßigen Einnahme ärztlich verordneter Medikamente kann helfen:

  • Viel trinken: Verflüssigt den Schleim und erleichtert das Abhusten von Sekret
  • Aufrechte Haltung oder atemerleichternde Haltung beim Husten
  • Überkreuzen der Arme vor dem Bauch (Unterstützung der Atemmuskulatur)
  • Inhalieren mit Kochsalzlösung: Atemwege werden befeuchtet, Schleim wird verflüssigt. Hier sollte am besten ein Vernebler zum Einsatz kommen, denn herkömmliche Dampfinhalationen erreichen die tiefen Atemwege nicht.
  • Abklopfen des Brustkorbs oder Vibrationsmassage: Lockert und löst Sekret. Lassen Sie sich die richtige Technik von einem Physiotherapeuten oder von Pflegepersonal zeigen.
  • Verwendung von PEP-Geräten (siehe Video)
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