Weniger Asthma durch Bäume in der Nachbarschaft?

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Weniger Asthma durch Bäume in der Nachbarschaft?

Natur tut einfach gut, das würden wohl viele Menschen sofort bestätigen. Aber können Bäume einen positiven Einfluss auf Asthma haben? Es scheint so! Eine neue Studie liefert überraschende Ergebnisse.

Mehr Bäume = weniger Asthma?

Schon 2008 wurde im Journal of Epidemiology and Community Health eine Studie veröffentlicht, die einen Zusammenhang zwischen Bäumen und geringerem Asthmarisiko herstellte: Die Forscher fanden heraus, dass in denjenigen Stadtteilen von New York City, in denen es mehr Bäume gab, weniger Kinder an Asthma erkrankten. Der Unterschied war deutlich: In den grüneren Gebieten gab es 25 Prozent weniger asthmakranke Kinder. Allerdings konnten die Wissenschaftler nicht genauer feststellen, worin der Zusammenhang besteht. Gehen Kinder in baumreicheren Gebieten mehr nach draußen und leben deshalb gesünder? Oder tragen die Bäume direkt dazu bei, dass die Asthmagefahr sinkt? Eine neue Studie bringt ein wenig mehr Licht ins Dunkel.

Natur hilft – aber nicht immer gleich!

Im Jahr 2017 untersuchten englische Wissenschaftler den Zusammenhang zwischen Asthma und Bäumen sowie Grünflächen genauer. Ihre Arbeit „Land cover and air pollution are associated with asthma hospitalisations: A cross-sectional study“ brachte interessante Ergebnisse. Klar ist: Wenn es natürliche Bereiche in städtischen Gebieten gibt, reduziert sich das Risiko für Asthmaanfälle. Allerdings macht es einen Unterschied, ob Bäume oder Gärten vorhanden sind – abhängig von der Luftverschmutzung. Befinden sich weniger Schadstoffe in der Luft, bringen Grünflächen und Gärten einen besonders guten Effekt. Dieser lässt aber nach, wenn die Luftverschmutzung stärker ist. Umgekehrt helfen Bäume bei höherer Luftverschmutzung und haben bei sauberer Luft keine so starke Wirkung mehr. Wenn diese Zusammenhänge noch genauer untersucht sind, können sich wertvolle Impulse für Stadtplaner ergeben.

Auf jeden Fall scheint es für Asthmapatienten von Vorteil zu sein, sich in der Nähe von Bäumen und Grünflächen aufzuhalten – es sei denn, Sie sind allergisch … Dann kehrt sich der positive Effekt womöglich schnell ins Gegenteil.

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