Was ist eine Schlafapnoe?

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Was ist eine Schlafapnoe?

Die obstruktive Schlafapnoe (OSAS) zählt zu den häufigsten Schlafatemstörungen, wobei Männer häufiger betroffen sind als Frauen. Mit zunehmendem Alter steigt die Anzahl der nächtlichen Apnoeanfälle in der Nacht.

Bei der Schlafapnoe kommt es zu kurzem, sekundenlangem Aussetzen des Atems während des Schlafens, ohne dass der Betroffene aufwacht. Dabei wird die Qualität des Schlafes erheblich beeinträchtigt. Ursache dieser Atemaussetzer ist ein Erschlaffen der Muskulatur im Rachenbereich während des Schlafens, was zu einer kurzfristigen Blockade der Atemwege und damit zu einer verminderten Sauerstoffzufuhr führt. Das geht häufig mit unregelmäßigem Schnarchen einher. Weil Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe meistens nicht die Tiefschlafphase erreichen, leiden sie tagsüber unter Kopfschmerzen, Erschöpfung und Konzentrationsschwierigkeiten. Sie müssen dann ununterbrochen gegen die Müdigkeit ankämpfen und drohen ständig einzunicken. Zudem steigt das Risiko von Schlaganfall und Herzinfarkt.

Schlafapnoe bei Asthma- und COPD-Patienten

Für Asthmatiker und COPD-Patienten ist die Schlafapnoe besonders gefährlich, denn alle diese Erkrankungen gehen mit einer Störung der Lungenfunktion einher. Die Betroffenen sollten stets auf nächtliche Atemstörungen achten, denn die Schlafapnoe könnte – unbehandelt – auch das Fortschreiten einer Asthmaerkrankung bewirken. Ebenso hat das bei der Schlafapnoe häufig auftretende Schnarchen ungünstige Folgen für COPD Patienten, denn beim Schnarchen vibriert der gesamte Rachenbereich, so dass immer wieder Krankheitserreger aus dem verschleimten Rachen in die tiefen Atemwege gelangen. Somit steigt die Gefahr von häufigen bronchialen Erkrankungen, die den Verlauf der COPD beschleunigen können.

Therapien und chirurgische Eingriffe

Bei entsprechenden Symptomen ist ein Arztbesuch unbedingt notwendig, denn die Behandlung der Schlafapnoe ist bei COPD Patienten besonders wichtig. Eine gängige Therapie bei der Schlafapnoe ist die CPAP-Beatmung. CPAP steht für „continuous positive airway pressure“, auf Deutsch: Kontinuierlicher positiver Atemwegsdruck. Dabei wird nachts eine Nasenmaske eingesetzt, die durch einen leichten Druck die oberen Luftwege – vom Naseneingang bis zur Luftröhre stabilisiert. Das erleichtert das Einatmen und verhindert, dass sich die Atemwege verlegen. Allerdings muss diese Maske ein Leben lang, jede Nacht getragen werden. Aber diese Therapie kann die Risiken der Schlafapnoe wesentlich herabsetzen.
Wenn anatomische Besonderheiten die Ursache für eine Schlafapnoe sind, können diese in einigen Fällen durch eine Operation korrigiert werden. Beispiele sind vergrößerte Mandeln oder Polypen (vor allem bei Kindern), Fehlbildungen des Kiefers oder eine gekrümmte Nasenscheidewand.

Eine typische Schlafapnoe-Operation ist die Uvulopalatopharyngoplastik. Dabei entfernt der Chirurg Fett- und Bindegewebe im Rachenbereich, welches die Atemwege im Schlaf behindert. Die Erfolgsrate des Eingriffs beträgt rund 50 Prozent.

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