Ursache und Linderung von Schlafstörungen bei Lungenpatienten

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Ursache und Linderung von Schlafstörungen bei Lungenpatienten

Patienten mit Lungenerkrankungen wie COPD haben oft einen gestörten Nachtschlaf. Durch eine Änderung Ihrer Schlafgewohnheiten können Sie möglicherweise Ihren Schlaf verbessern. Bei schweren Problemen sollten Sie aber Ihren Arzt/Ihre Ärztin befragen.

Woher kommen Schlafstörungen bei Lungenpatienten?

Es gibt verschiedene Gründe dafür, dass der Nachtschlaf vieler Lungenpatienten gestört ist:

  • Husten, Atemnot und weitere Symptome der Erkrankung wecken sie nachts auf.
  • Durch die liegende Position und tageszeitlich abhängige Veränderungen im vegetativen Nervensystem nehmen Luftnot- und Hustenanfälle im Schlaf sogar zu.
  • Bei vielen Lungenpatienten treten zusätzlich Schlafapnoen auf, also nächtliche Atemaussetzer, die zu Weckreaktionen führen.
  • Schlafstörungen können ein Symptom einer Depression sein, wie sie bei Lungenpatienten gehäuft auftritt.

Das können Sie selbst gegen Schlafstörungen tun:

Indem Sie Ihre Lebens- und Schlafgewohnheiten anpassen, können Sie möglicherweise Ihren Schlaf verbessern. Das sind wichtige Maßnahmen:

  • Verzichten Sie ab dem frühen Nachmittag auf koffeinhaltige Getränke wie Kaffee oder Cola.
  • Sorgen Sie für einen ruhigen, möglichst dunklen und nicht zu warmen Schlafraum, in dem Sie sich wohlfühlen.
  • Verzichten Sie auf Alkohol. Auch wenn es sich vielleicht anders anfühlt: Er stört den Nachtschlaf.
  • Bauen Sie Übergewicht ab. Das erleichtert im Schlaf die Atmung und verbessert in vielen Fällen Schlafapnoen.
  • Sofern es Ihnen möglich ist, sollten Sie sich tagsüber körperlich bewegen.
  • Führen Sie ein Schlafritual ein, bei dem Sie entspannen können. Lesen Sie zum Beispiel ein Buch, hören Sie entspannende Musik oder schreiben Sie Tagebuch.
  • Wichtig: Nehmen Sie keinesfalls eigenmächtig Schlafmittel ein!

Wann sollten Sie zum Arzt gehen?

Wenn Ihre Schlafstörungen Ihre Lebensqualität beeinträchtigen und die genannten Maßnahmen keine Abhilfe schaffen, sollten Sie mit Ihrem/Ihrer behandelnden Arzt/Ärztin sprechen. Möglicherweise kann schon eine Umstellung Ihrer Medikamente das Problem lösen und Ihren Schlaf verbessern. Vielleicht ist auch eine Schlafmaske oder Sauerstofftherapie in der Nacht sinnvoll, damit Sie ruhiger schlafen können. Erwähnen Sie auch mögliche depressive Verstimmungen, damit diese behandelt werden können.

Nehmen Sie Schlafstörungen nicht auf die leichte Schulter! Sie können Ihre Gesundheit und Ihre Lebensqualität empfindlich beeinträchtigen, sind aber oft gut behandelbar.

Quellen:

  • https://www.springermedizin.de/schlafmedizin/asthma-bronchiale/schlafstoerungen-bei-lungenkrankheiten/12448326
  • https://www.copd-deutschland.de/links-von-startseite/veraenderungen-von-schlaf-und-atmung-bei-copd-und-lungenemphysem
  • https://link.springer.com/article/10.1007/s11818-017-0116-6
  • https://www.lungenemphysem.org/abhilfe-bei-schlaf-und-atemst%C3%B6rungen-f%C3%BCr-patienten-mit-copd
  • https://www.mental-health-guide.com/klassifikation/schlafstoerungen/
  • https://www.gfmk.de/wp-content/uploads/copd_asthma_1-13.pdf
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