Unterschiede zwischen Mann und Frau bei Lungenkrankheiten

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Unterschiede zwischen Mann und Frau bei Lungenkrankheiten

Wie eine obstruktive Atemwegserkrankung verläuft, hängt auch vom Geschlecht ab: Frauen leiden stärker unter Asthma und versterben auch häufiger daran. Bei COPD sieht es ähnlich aus … Warum gibt es diese Unterschiede?

Asthma – Frauen sind stärker betroffen als Männer:

Bei Asthma bronchiale gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern: 7,1 Prozent der Erwachsenen sind betroffen, aber „nur“ 5,4 Prozent der Männer. Im Kindesalter sieht es anders aus: Jungen erkranken sogar häufiger als Mädchen. Nach der Pubertät dreht sich dieses Verhältnis jedoch um. Vermutlich spielt Testosteron eine Rolle, das männliche Sexualhormon. Es scheint Immunzellen in der Lunge zu beeinflussen und so vor Asthma zu schützen. Frauen erkranken aber nicht nur häufiger an Asthma, sondern leiden auch stärker darunter: Sie berichten von stärkeren Symptomen und versterben sogar häufiger an Asthma. Woran das liegt, ist noch nicht ausreichend geklärt. Möglicherweise sind die weiblichen Bronchien empfindlicher, weil Frauen weniger Muskelkraft in der Atemmuskulatur haben. Besonders beunruhigend: Frauen werden trotz ihrer größeren Anfälligkeit seltener diagnostiziert und erhalten oft keine passende Therapie.

Auch bei COPD sind Frauen im Nachteil:

Lange Zeit gab es deutlich mehr männliche als weibliche COPD-Patienten. Der Grund: Rauchen war ein überwiegend männliches Genussmittel. Das hat sich seit den 70er Jahren deutlich geändert, jetzt fanden auch immer mehr Frauen Gefallen am Rauchen. Die Folge: Die COPD-Erkrankung bei Frauen nahm rasant zu. Inzwischen haben sich die Zahlen angeglichen: Etwa 5,8 Prozent der Frauen sind betroffen und etwa 5,7 Prozent der Männer. Frauen scheinen allerdings auch bei COPD im Nachteil zu sein. Bei ihnen verläuft die Krankheit oft schwerer und die Symptome sind stärker ausgeprägt. Möglicherweise liegt das an der feineren Struktur der Atemwege und ihrer geringeren Größe. Da Frauen von Natur aus ein geringeres Lungenvolumen haben als Männer, hat es umso größere Folgen, wenn dieses abnimmt. Gerade Frauen sollten deshalb Risikofaktoren so weit wie möglich ausschließen. Dazu gehört natürlich vor allem der Verzicht auf das Rauchen.

Quellen:

  • https://www.lungeninformationsdienst.de/aktuelles/news/allergien-asthma/allergien-asthma/article/frauen-staerker-von-asthma-und-copd-betroffen-als-maenner//index.html
  • https://www.lungeninformationsdienst.de/aktuelles/news/lungenemphysem-copd/lungenemphysem-copd/article/15722/index.html
  • https://www.pat-liga.de/copd-bei-frauen.html
  • https://www.pat-liga.de/copd-risiko-bei-raucherinnen.html
  • http://www.lungenunion.at/index.php/erkrankungen/atemwege/copd/was-ist-copd/56-frauen-und-maenner-sind-unterschiedlich-auch-bei-asthma-und-copd
  • http://www.leichter-atmen.de/copd-news/asthma-copd-haeufigkeit
  • https://www.lungenaerzte-im-netz.de/krankheiten/copd/haeufigkeit/
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