Über den Wolken

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Über den Wolken

Atemwegserkrankungen sind kein Grund, um auf Flugreisen zu verzichten. Wichtig ist es jedoch, sich gut darauf vorzubereiten. Das gilt selbstverständlich insbesondere für Flugreisen während der Corona-Pandemie.

Flugzeuge fliegen auf bis zu 10.000 bis 12.000 Meter über dem Meer. Mit steigender Höhe nehmen der Kabinendruck und damit auch der Sauerstoffpartialdruck im Blut ab. Der Kabinendruck entspricht auf maximaler Flughöhe einer Meereshöhe von etwa 2.400 Metern, also den Verhältnissen im Hochgebirge. Was für Gesunde unproblematisch ist, kann bei Personen mit Lungenkrankheiten zu einem kritischen Abfall des Sauerstoffgehaltes im Blut führen. Vor einer Flugreise muss daher unbedingt mit dem Arzt geklärt werden, ob das Mitführen von zusätzlichem Sauerstoff erforderlich ist. Notfallmedikamente und ein Notfallplan sind auf Reisen ohnehin immer mitzuführen.1

Alkohol auf Flugreisen gilt als Entspannungsstrategie – das kann aber täuschen. Alkohol belastet den Körper zusätzlich und setzt ihn Stress aus. Auch schweres und zu viel Essen kann belasten. Außerdem wird das bequeme Sitzen dadurch erschwert. Berücksichtigt sollte zudem werden, dass die relative Luftfeuchtigkeit in Flugzeugen eher niedrig ist, was ebenfalls zu Beschwerden führen kann.2

Fliegen mit Corona

Im Zuge der Corona-Pandemie standen und stehen Flugreisen unter keinem guten Stern. Nicht nur, dass viele Reisedestinationen unter dem Verdacht stehen, dass die Ansteckungsgefahr deutlich größer ist als im Inland; auch die Flugreisen selbst gelten als Hotspot für Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus. Irgendwann werden Flugreisen aber wieder leichter möglich sein und der so wohltuende Urlaub am Meer wird dann wieder vielen Menschen Freude bereiten. Die Unsicherheit, ob „Corona-Risikogruppen“, also Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen dauerhaft in Gefahr sind, wenn sie fliegen, macht sich jedoch breit. Diese Angst ist unbegründet.

Im Freien bereitet Corona nur sehr selten Probleme, denn für eine Ansteckung ist ein direkter persönlicher Kontakt von mehr als 15 Minuten und ein Abstand von weniger als einem Meter erforderlich.3 COVID-19 ist ungefähr so ansteckend wie die gängige Grippe, die Influenza. In geschlossenen Räumen sieht die Sachlage schon anders aus – und dazu gehören selbstverständlich auch Flugzeuge. Zwar herrscht in einem Flugzeug stets eine Mischung von frischer Luft von außen und gefilterter Luft von innen. Sitzt jedoch tatsächlich ein mit COVID-19 Infizierter an Bord, dann stößt er laufend Viren aus. Sie werden durch Schwebstofffilter besser als durch herkömmliche Mund-Nasen-Schutzmasken gefiltert, aber komplett virenfrei kann ein Passagierraum in diesem Fall nicht sein.2 Das Risiko bei einer Flugreise an COVID-19 zu erkranken, ist wohl vergleichbar mit jenem mit vielen Menschen in einem geschlossenen Raum.4 Ein Mund-Nasen-Schutz, der über das bloße Bedecken der Mund-Nasen-Region hinausgeht, also eine partikelfiltrierende Halbmaske (FFP1, FFP2 oder FFP3), erhöht die Sicherheit. Letztlich bleibt es aber im Ermessen jedes Einzelnen, welches Risiko er eingehen möchte.

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