So bekommen Sie mit digitaler Unterstützung Asthma in den Griff

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So bekommen Sie mit digitaler Unterstützung Asthma in den Griff

Um den Alltag mit chronischen Erkrankungen möglichst gut zu bewältigen, haben Apps und Wearables längst einen fixen Platz eingenommen.

Nicht nur der Umgang mit einer Erkrankung wird mithilfe von Apps und Wearables erleichtert, auch das Verständnis für medizinische Aspekte, die Dokumentation und die Vernetzung mit den behandelnden Ärzten können dadurch erleichtert werden. Die Corona-Pandemie hat den Trend zum digitalen Krankheitsmanagement noch verstärkt.1

Apps und Wearables verbessern Adhärenz

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO leiden weltweit rund 600 Millionen Menschen an chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma oder Bronchitis. Adhärenz ist für den Erfolg der erforderlichen Therapie unerlässlich, doch sie fällt vielen Patienten nicht leicht. Akute Verschlechterungen bis hin zu Krankenhausaufenthalten sind die Folgen, die jedoch höhere Kosten und schlechtere Lebensbedingungen für die Patienten bedeuten. Smarte und mobile Technologien helfen dabei, die Adhärenz und damit die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.1

Ein wichtiger Faktor, den Apps und Wearables in Angriff nehmen, ist das Wissen der Patienten über ihre Krankheit. Wiederholte Schulungen, die Inhalationen anschaulich zeigen, Erklärvideos, regelmäßig auszufüllende Fragebögen oder auch Tagebuch-Funktionen aktualisieren das Wissen der Betroffenen und versorgen sie mit neuesten Erkenntnissen, Tipps und Hilfestellungen. Viele Smartphone-Anwendungen funktionieren in Verbindung mit Inhalations- oder Messgeräten. So können Patienten selbst Lungenfunktionsparameter messen und Daten generieren, sodass der Informationsfluss zwischen Patienten, Ärzten und Forschung verbessert wird. Gerade im Laufe der Corona-Pandemie können so Arztbesuche vermieden werden. Schließlich verringern digitale Helfer auch die Therapiekosten und sind meist leichter zu implementieren als analoge Varianten.1

Beispiele für digitale Dienste:1,2

  • App „Kata“: Rückmeldung zu Inhalationsmanövern mit Augmented Reality und künstlicher Intelligenz. Die APP ist eine Inhalationshilfe und befindet sich noch im Entwicklungsstadium; eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen wird angestrebt, zurzeit erfolgt ein Pilotprojekt mit der AOK Bayern,; Entwickler: VisionHealth GmbH.
  • ADolescent Adherence Patient Tool (ADAPT): Studie über interaktive mHealth-Intervention für das Selbstmanagement von jugendlichen Asthmatikern
  • Vivatmo me: FeNo-Messgerät (fraktioniert exhaliertes Stickstoffmonoxid) für zu Hause, misst den Entzündungsgrad der Lunge. Vivatmo me kann mit der dazugehörigen Smartphone-App (Vivatmo app – kostenlos), einem digitalen Asthma-Tagebuch, einfach verbunden werden; Hersteller: Bosch; hier zu bestellen
  • Respia: Wearable, erstes tragbares Brustpflaster. Respia ist ein Asthmaselbstmanagement-System, das speziell für das Tracking der Lungengesundheit von Kindern entwickelt wurde. Respia befindet sich noch in der Entwicklungsphase.
  • Smart Shirt z. B. von Hexoskin: Messung der Lungenfunktion, Herzfrequenz, Aktivitätsintensität, Schrittanzahl. Das Hexoskin-Shirt kann auf www.hexoskin.com bestellt werden.
  • AsthmaApp: Peak-Flow-Messungen, Pollenflug- und Luftdatenservice, Asthmainfos. Die App wurde von GSK entwickelt und ist kostenfrei im App Store und auf Google Play downloadbar.
  • COPD Help: Dokumentation des Krankheitsverlaufs, Trainingsbegleitung, Infos zu Atem- und Inhalationstechniken, Notfallmaßnahmen. Die App wurde von der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie  mitentwickelt und ist kostenfrei im App Store und auf Google Play downloadbar.

Quellen:
www.medica.de
https://mehr-luft.at

Erschienen am 23.02.2021

Foto © Microgen – stock.adobe.com

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