Richtiges Husten – wie geht das?

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Richtiges Husten – wie geht das?

 „Schauspielerei ist die Kunst, die Menschen in einem Theater vom Husten abzuhalten“, formulierte der britische Schauspieler Sir Ralph Richardson in den 70er-Jahren. Die gute Nachricht: Auch richtiges Husten kann erlernt werden.

Husten ist neben Auswurf und Atemnot eines der Hauptanzeichen die darauf hindeuten, dass eine COPD-Erkrankungen vorliegen kann. Experten zufolge ist Husten nicht gleich Husten, denn besonders bei trockenem Reizhusten kann ein falsches Husten zu Dauerproblemen führen. Richtig Husten heißt daher: Machen Sie mit der Hand eine Faust und husten Sie mit aufgeplusterten Wangen sanft hinein. Dadurch entsteht eine Luftbarriere, die wie ein Puffer wirkt und die Schleimhäute beim Husten schützt. Die Bronchien werden so geschont und die Wunden in der Schleimhaut, die bei der Abwehr der Viren entstehen, reißen nicht so schnell wieder auf.

Husten bei Erkältung

Eine Erkältung beginnt meist mit einem Kratzen im Hals und schon kurz danach setzt ein lästiger Reizhusten ein. Nach einiger Zeit steigt die Sekretproduktion und der Husten wird zunehmend zu einem sogenannten „produktiven Husten“ mit Auswurf. Dabei blockiert zäher Schleim die „Flimmerhärchen“, die dafür sorgen, dass das produzierte Sekret aus den Atemwegen befördert wird. Ist der Schleim weißlich-klar, deutet das auf eine virale Infektion hin. Stecken Bakterien hinter dem Husten, so nimmt er eine gelb-grüne Färbung an. (1)

Trockener Reizhusten tritt manchmal auf, obwohl die Erkältung bereits abgeklungen ist. Entzündete und gereizte Schleimhäute lösen dann den Hustenreflex aus. Eine Reihe von Produkten zur Linderung ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich – zum Beispiel Teemischungen – und sollte vorwiegend abends eingenommen werden, um besser zu schlafen. Dazu zählen zum Beispiel Spitzwegerichsaft oder Efeu, da sie entkrampfend wirken. (2)

 

Maßnahme Nummer eins bei Husten lautet: viel trinken, und zwar mindestens zwei Liter Flüssigkeit pro Tag, um die Schleimhäute feucht zu halten und den Hustenreiz zu stillen. Am besten eignen sich ungesüßte Kräutertees oder Wasser. Zusätzlich stehen schleimlösende und entkrampfende Arzneimittel zur Verfügung. Präparate mit Pflanzenwirkstoffen enthalten Efeu, Thymian, Pestwurz oder Eukalyptus. (3)

Wenn die Raumluft durch das Heizen sehr trocken ist, sollten Sie für ein angenehm feuchtes Raumklima sorgen. Am einfachsten ist, wenn Sie die frisch gewaschene Wäsche im Zimmer zum Trocknen aufhängen. Zusätzlich können Sie eine Wasserschale oder nasse Tücher auf den Heizkörpern platzieren. Auf jeden Fall sollten Sie bei starkem Husten auf das Rauchen verzichten!

TIPP: Wann ist bei Husten ein Arztbesuch zu empfehlen?

  • Bei plötzlich auftretendem Husten, der mit Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen und ausgeprägtem Krankheitsgefühl einhergeht
  • Wenn die Beschwerden länger als 7 Tage anhalten (4)
  • Husten mit blutigem Auswurf
  • Atemnot und Atembeschwerden
  • Hohes Fieber
  • Schwindel
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