Ozonwerte: Bedeutung für Lungenkranke

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Ozonwerte

Wenn die Temperaturen höher werden, dann steigen auch die Ozonwerte an. Die Auswirkungen des Ozons spüren auch Gesunde. Noch mehr sollten jedoch Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen wie Asthma oder COPD auf die Ozonkonzentrationen achten.

Was ist Ozon und welche Auswirkungen hat es?

Chemisch gesehen ist Ozon ein Gas, das aus drei Sauerstoffatomen besteht, während beim Sauerstoff in der Luft immer nur zwei Sauerstoffatome aneinander gebunden sind. Ozon entsteht, wenn die UV-Strahlung der Sonne auf den Luftsauerstoff trifft. Die Reaktion wird durch Luftverunreinigungen und Schadstoffe beschleunigt.

Während uns das Ozon in den oberen Schichten der Atmosphäre in rund zehn Kilometern Höhe als Ozonschicht vor schädlicher Strahlung schützt, ist es direkt an der Erdoberfläche problematisch. Es dringt tief in die Lunge ein, reizt die Atemwege, schädigt das Lungengewebe und löst Entzündungen aus. Das kann zu Symptomen wie Hustenreiz und Atembeschwerden führen. Auch Kopfschmerzen, Müdigkeit und tränende Augen sind möglich.

Ozon bei Lungenkrankheiten

Werte von mehr als 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft gelten bei empfindlichen Menschen als bedenklich. Dazu zählen Kinder, alte und kranke Menschen. Warnungen („Ozonalarm“) werden ab einem Schwellenwert von 240 Mikrogramm ausgerufen. Ab dieser Konzentration kann das Ozon auch für gesunde Menschen gesundheitsschädlich sein. Menschen mit Asthma oder COPD können unter Umständen jedoch schon bei Ozonwerten von weniger als 180 Mikrogramm pro Kubikmeter die Auswirkungen spüren.

Das sollten Sie in den Sommermonaten beachten:

  • An heißen Sommertagen keine anstrengenden Tätigkeiten oder Sport im Freien (auch nicht Schwimmen im Freibad).
  • Bei hohen Ozonwerten zwischen 13 und 17 Uhr möglichst gar nicht nach draußen gehen oder lüften.
  • Beobachten Sie sich selbst. Bei Atembeschwerden und Hustenreiz sollten Sie besser ins Haus gehen.
  • Wenn Sie Atemsprays oder andere Medikamente für den Notfall haben, dann tragen Sie diese immer bei sich.
  • Überprüfen Sie die Ozonwerte an sonnigen Tagen, damit Sie den Aufenthalt im Freien bei hohen Werten meiden können. Das können Sie zum Beispiel online bei verschiedenen Wetterdiensten oder beim Umweltbundesamt tun.
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