myCOPD-Challenge 2022: Training bereits gestartet!
15.07.2022

Anlässlich des Welt-COPD-Tages 2022 startete die nächste myCOPD-Challenge. Diesmal hat sich der Künstler und COPD-Aktivist Eberhard Jordan vorgenommen, die 1.620 Stufen des DC Towers 1 in Wien – mit 250 Metern Höhe das höchste Bürogebäude Österreichs – zu erklimmen.

Nach den erfolgreichen Aufstiegen auf den Stephansdom 2018, den Donauturm 2019 und den Millennium Tower 2021 mit seinen 843 Stufen will er nun die doppelte Stufenanzahl erreichen. Dazu trainiert er zurzeit zwei- bis dreimal pro Woche rund drei Stunden und wird dieses Pensum im Zuge des Projektes kontinuierlich steigern und um Stiegensteigen, Radfahren und Wandern ergänzen. 

Lebensinhalt statt „krank sein“  

Eberhard Jordan, Initiator der COPD-Challenge, erhielt 2014 die Diagnose COPD. In Begleitung seiner Kinder und Freunde konnte er damals gerade um den Häuserblock gehen. Als einer von ca. 400.000 Patient:innen in Österreich hat er sich aber nicht mit der unheilbaren Krankheit abgefunden, die mittlerweile die dritthäufigste Todesursache weltweit ist. Er hat mit dem Rauchen aufgehört und zeigt, dass mit richtiger Ernährung, Bewegung und Training sowie einer regelmäßigen medizinischen Betreuung ein aktives, gutes Leben möglich ist. 

Dr. Milos Petrovic, begleitender Arzt der „myCOPD-Challenge“ in Wien, betont: „Jeder COPD-Patient ist anders, man kann und soll deshalb nicht erwarten, dass jeder so eine Challenge schafft. Wichtig ist aber das Signal, dass mit Motivation, richtiger Therapie und regelmäßigem Training eine deutliche Besserung der Beschwerdesymptomatik eines jeden Patienten erzielt werden kann. Eberhard Jordan ist das beste Beispiel dafür, dass selbst mit geringem Lungenvolumen Leistungswunder möglich sind.“ 

Schützenhilfe aus Tirol 

Unterstützt wird Jordan bei der myCOPD-Challenge wie in den vergangenen Jahren von COPD-Erkrankten aus Tirol, die in Innsbruck die Bergisel-Schanze erklimmen werden. Einer ihrer prominenten Unterstützer ist Franz Xaver Gruber, Präsident des Dachverbands der Tiroler Selbsthilfevereine und -gruppen im Gesundheits- und Sozialbereich: „Die myCOPD-Challenge setzt ein Zeichen dafür, dass auch mit der Erkrankung viel möglich ist. Sie unterstreicht außerdem, wie wichtig die Prävention, aber auch die Unterstützung und Motivation für die Patienten ist.“ Mitveranstalterin der Tiroler Initiative ist Frau Monika Oberdorfer von der Selbsthilfegruppe COPD-Austria, die bereits letztes Jahr tatkräftig an der Organisation der Tiroler Challenge beteiligt war.

Unterstützt werden die Tiroler Sportler:innen von Dr. Christoph Puelacher, Lungenfacharzt und Leiter der Reha Innsbruck. Er betont den vielfältigen Nutzen einer professionellen Rehabilitation: „In der modernen Therapie der COPD gibt es neben dem medikamentösen Ansatz einen mindestens genauso wichtigen, wenn nicht noch effektiveren Teil der Medizin – die professionelle Rehabilitation. Dabei werden Ausdauer-, Kraft-, Koordinations- und insbesondere Atemmuskeltraining durch Profis vermittelt. Durch die damit verbundene, verbesserte Teilhabe am gesellschaftlichen und beruflichen Leben werden Episoden von Schwermut vermieden oder rasch besser. Emotionale Tiefs werden nachhaltiger überwunden und der Antrieb steigt.“ 

https://www.mycopd-challenge.com – Website zur myCOPD-Challenge 

https://mycopd-blog.com/ – myCOPD Blog 

Titelbild: (v. lks.) Martin Gütlbauer (Therapeut), Eberhard Jordan (Künstler, Initiator), Dr. Milos Petrovic (Lungenfacharzt); Fotocredit: Christoph Hopf

mycoPD-Challenge Innsbruck

Motivieren Tiroler COPD-Patienten, die Bergisel Schanze zu erklimmen:
(v. lks.) Dr. Christoph Puelacher, Monika Oberdorfer und Franz Xaver Gruber
Copyright: Silke Rose

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mycOPD-Challenge Innsbruck