Luftkurorte und Heilbäder

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Luftkurorte und Heilbäder

Der Winter macht den meisten Menschen mit Atemwegserkrankungen ziemlich zu schaffen. Daher begibt man sich in der kalten Jahreszeit gerne auf Kur. Und wer sich auf  Suche nach einem Urlaubsort begibt, der Heilung, Erholung, und Wohlbefinden verspricht, wird eine Vielfalt von Angeboten finden. Ob Sie nun ein Heilbad oder einen Luftkurort suchen – es ist jedenfalls empfehlenswert, sich genau zu informieren, bevor Sie sich für einen Urlaubsort entscheiden.

Was Heilbäder und Luftkurort bieten müssen

„Heilbad“ darf sich nur ein Ort nennen, der nicht nur über ein gesundheitsförderndes Klima, sondern auch über Therapiemaßnahmen, die wissenschaftlich anerkannt sind, sowie über Kurmitteleinrichtungen verfügt. Des Weiteren muss medizinisches Personal vor Ort sein und im besten Fall gibt es auch einen Kurpark.

Die Bezeichnung „Luftkurort“ oder „heilklimatischer Kurort“ ist ein Prädikat, das eine behördliche Anerkennung erfordert und entsprechend strenge Kriterien zu erfüllen hat. Dabei werden unter anderem Faktoren wie Luftqualität, Pollenbelastung, Sonnenstunden, Anzahl der Nebeltage, ein möglichst hoher Unterschied zwischen Tages- und Nachttemperaturen und vieles mehr miteinbezogen. Aufgrund der strengen Auflagen dürfen in Österreich derzeit nur wenige Orte die Bezeichnung „Luftkurort“ beziehungsweise „heilklimatischer Kurort“ tragen. Beispielsweise sind das die Niederösterreichischen Luftkurorte Baden bei Wien, Gars am Kamp und Puchberg am Schneeberg; in der Steiermark Aflenz und Oberziering, in Kärnten Bad Eisenkappel, in Oberösterreich Aspach und in Salzburg Strobl am Wolfgangsee. Dort gibt es nicht nur die wohltuende Luft, sondern auch alle notwendigen Behandlungseinrichtungen.

Luftkurorte bei COPD und Asthma

Allerdings sind nicht alle Luftkurorte auch für jede Art von Atembeschwerden geeignet. Kurorte auf über 1.200 Metern Seehöhe sind gleichermaßen ideal für Allergiker und Asthmatiker, weil in der klaren Bergluft die Belastung durch Schadstoffe, Abgase und Pollen deutlich geringer ist als im Tal oder in der Großstadt. COPD-Patienten hingegen müssen bei Höhenluft aufpassen, denn mit jedem Höhenmeter nimmt die Sauerstoffkonzentration ab. Das kann zu akuten Atemproblemen führen. Luftkurorte in mittleren Höhen mit gemäßigtem Klima eigenen sich daher besser für die Bedürfnisse von COPD-Patienten. Generell haben bereits viele Kuranstalten genau abgestimmte Angebote und Attraktionen für Atemwegs-Patienten im Programm. So werden beispielsweise Aufenthalte in Salzstollen, Sole-Anwendungen, Atemtrainings etc. angeboten. Da eine Kur in Stollen allerdings nicht für alle Patienten geeignet ist, sollten Sie im Zweifel Rücksprache mit Ihrem Arzt halten. Denn welcher Kurort für welche Krankheit geeignet ist, kann der Arzt am besten entscheiden.

Quellen

https://mehr-luft.at/aktuell/was-ist-ein-luftkurort-und-ist-dieser-fuer-alle-patienten-geeignet/
https://www.focus.de/gesundheit/experten/juergen_behr_oliver_eickelberg/urlaub-fuer-die-lunge- wo-die-lunge-kraft-tankt_id_4041831.html
http://www.oehkv.at/allgemeines/heilklimatische/luftkurorte.html

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