Keine Angst vor der Ärztin/dem Arzt!

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Keine Angst vor der Ärztin/dem Arzt!

„Weißkittelsyndrom“, „Arztphobie“ oder „Iatrophobie“ – die Angst vor der Ärztin/dem Arzt hat verschiedene Namen und ist weit verbreitet. Um Gesundheit und Lebensqualität zu verbessern, ist es wichtig, diese Ängste zu überwinden. Wir geben Ihnen Tipps dazu.

Gründe für eine Arztphobie

Viele Menschen haben Angst vor einem Arztbesuch oder Krankenhausaufenthalt. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Manchmal liegen sie schon in der Kindheit. Wer früh schlechte Erfahrung mit ÄrztInnen gemacht hat, leidet oft noch Jahrzehnte später darunter. Manche Menschen haben Angst vor Schmerzen. Andere quält eher die Sorge vor schlechten Nachrichten oder das Gefühl des Ausgeliefertseins. Häufig kommen mehrere dieser Gründe zusammen und verstärken sich gegenseitig. Das Problem: Wer aufgrund von Ängsten Arztbesuche aufschiebt, leidet unnötig und riskiert, dass die gesundheitlichen Probleme sich verschlimmern. Das wiederum vergrößert das Risiko von schlechten Nachrichten oder schmerzhaften Behandlungen und dadurch wächst die Angst noch weiter. Ihrer Gesundheit zuliebe sollten Sie diesen Teufelskreis möglichst schnell durchbrechen.

6 Tipps gegen die Angst vor der Ärztin/dem Arzt

Diese Tipps können helfen, Ihre Ängste zu überwinden:

1. Sprechen Sie offen über Ihre Ängste

Sagen Sie schon bei der Terminvereinbarung dem Praxispersonal, dass Sie Angst haben. Ärztinnen und Schwestern/Pfleger kennen das Problem und wissen, wie sie Ihnen die Ängste nehmen können. Seien Sie deshalb unbedingt ehrlich.

2. Nehmen Sie eine vertraute Person zum Arztbesuch mit

Sie können jederzeit eine Vertrauensperson mit zu Ihrem Termin nehmen. Das kann sehr viel Sicherheit geben. Ein weiterer Vorteil: Ihre Begleitung kann Ihnen helfen, sich an die wichtigsten Inhalte aus dem Gespräch zu erinnern.

3. Lernen Sie ein Entspannungsverfahren

Entspannungstechniken helfen vielen Menschen, sich auch in angstvollen Situationen zu entspannen. Üben Sie zum Beispiel Autogenes Training oder Meditation. Damit können Sie sich vor einem Arztbesuch oder im Wartezimmer selbst beruhigen.

4. Finden Sie eine Ärztin/einen Arzt, der/dem Sie vertrauen können

Manchmal stimmt einfach die Chemie zwischen Ärztin/Arzt und PatientIn nicht. Das kann Ängste verstärken. Wenn Gespräche nichts nützen, kann unter Umständen ein Arztwechsel die Lösung sein.

5. Nehmen Sie der Angst den Schrecken

Angst ist ein sehr bedrohliches Gefühl. Sie kann an Schrecken verlieren, wenn es Ihnen gelingt, sie richtig einzuordnen: Angst soll Sie vor einer möglicherweise gefährlichen Situation warnen, nicht mehr und nicht weniger. Wenn Sie krank sind, ist es aber viel gefährlicher, NICHT zur Ärztin/zum Arzt zu gehen. Es kann deshalb helfen, wenn Sie die Angst wertschätzen, aber wegschicken. Sagen Sie sich selbst: „Ah, da ist die Angst wieder. Danke, dass du mich warnst, ich habe dich gehört. In diesem Fall entscheide ich mich allerdings anders.“ Und dann wenden Sie sich anderen Themen zu.

6. Nehmen Sie Psychotherapie in Anspruch

Wenn alle Tipps nicht helfen und Sie weiterhin große Angst vor dem Arztbesuch haben, dann sollten Sie sich professionelle Hilfe suchen. Die Verhaltenstherapie hat sich bei der „Weißkittelphobie“ sehr bewährt, oft zeigen sich schon in kurzer Zeit große Erfolge. Nehmen Sie Ihre Gesundheit wieder in die eigene Hand, statt sie der Angst zu überlassen!

Quellen

  • https://www.ikk-gesundplus.de/gesundheit/gesundheitstipps/weisskittelsyndrom/
  • https://www.angst-panik-hilfe.de/angst-vor-aerzten.html
  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/78353/Angst-im-Krankenhaus-Das-unliebsame-Gefuehl
  • https://www.kinderaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/keine-angst-vorm-kinder-und-jugendarzt/
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