Heilpflanzen für Lunge und Atemwege

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Heilpflanzen für Lunge und Atemwege

Die Kraft, die in Heil- und Arzneipflanzen steckt, wird in der Phytopharmazie für die Herstellung von Arzneimitteln genutzt. Auch als Hausmittel entfalten Heilpflanzen ihre Wirkung. Für Atembeschwerden gibt es eine besonders große Vielfalt erprobter Kräuter.

Heilpflanzen sind Nutzpflanzen, die zu Heilzwecken oder als Arzneipflanzen zur Linderung von Krankheiten eingesetzt werden – das kann innerlich und auch äußerlich der Fall sein.Zahleiche heimische und nicht heimische Pflanzen können bei Erkältungen, Bronchitis und anderen Atemwegserkrankungen die Beschwerden lindern.

Direkt aus dem Garten

Eines der bekanntesten Kräuter für die Atemwege ist der Spitzwegerich. Ein Tee aus dem häufig vorkommenden Kraut wirkt zuverlässig gegen trockenen Husten ohne Auswurf.Gegen Atemwegsbeschwerden wird auch Thymian gerne eingesetzt – und das seit mehr als 4.000 Jahren. Er wirktkrampflösend auf die Bronchien, auswurffördernd und entzündungshemmend. Auch gegen Viren, Bakterien und Pilze wirkt das „Küchenkraut“ zuverlässig. Medizinisch anerkannt ist deshalb die Anwendung von Thymian bei Entzündungen des oberen Atemtraktes – wie Erkältungen mit Husten –, Symptomen der Bronchitis und des Keuchhustens. Anis entfaltet seine Heilwirkung bei Katarrhen der Atemwege, da er schleimfördernd und hustenstillend wirkt. Das kann auch Efeu, der ebenfalls bei erkältungsbedingtem Husten, akuter und chronischer Bronchitis oder auch Keuchhusten eingesetzt wird.

Bekannte Exoten

Auch in unseren Breiten ist die südafrikanische Kapland-Pelargonie eine bekannte Heilpflanze bei Atemwegsinfekten wie Bronchitis oder entzündeten Nasennebenhöhlen.Verwendet werden die Wurzeln, die antibakterielle, antivirale und immunmodulierende Wirkungen aufweisen. Aus Süßholz wird nicht nur Lakritze hergestellt, sondern es wirkt auch gegen Atemwegsentzündungen, verflüssigt den Schleim der Atemwege und fördert das Abhusten. Es wird daher gegen Husten und Bronchialkatarrh eingesetzt. Bekannt ist auch Eukalyptus – und das nicht nur als Futter für Koalas. Das ätherische Öl kann bei Atemwegserkrankungen helfen, da es antimikrobiell, entzündungshemmend und schleimlösend wirkt. Viele Heilpflanzen wirken lindernd bei Husten – die Vielfalt ist beeindruckend. Es macht jedoch durchaus Sinn, schon vorab auf das Immunsystem stärkende Heilkräuter zu setzen, um gegen Atemwegserkrankungen vorzubeugen. Gegen Asthma haben sich Kaffeestrauch, Nachtkerze, Pestwurz oder auch Schwarzkümmel bewährt, gegen trockenen Husten wirken Spitzwegerich, Eibisch, Huflattich, Isländisch Moos, Malve oder Wollblume, antientzündlich auch Bibernelle, Efeu, Sonnentau, Süßholz, Thymian und Zwiebel. Bei Verschleimung, also produktivem Husten, kommen auchandere Heilkräuter zum Einsatz: Efeu, Primel, Schlüsselblume, Königskerze, ätherische Öle von Fichte, Kiefern, Quendel, Anis, Thymian, Eukalyptus, Fenchel, Minze, Kampfer oder Griechischem Bergtee oder die Bitterstoffe von Andorn. Auch Propolis, Salbei,Kapuzinerkresse oder schwarzer Rettich wirken wohltuend. Wird der Husten von Krämpfen begleitet, haben sich Efeu, Primel, Huflattich, Süßholz, Thymian oder Lindenblütenbewährt. Wer Heilkräuter über einen längeren Zeitraum einnimmt, sollte unbedingt vorab mit dem Arzt besprechen, was am besten geeignet ist, denn auch bei Kräutern müssen Nebenwirkungen berücksichtigt werden.

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