Hat der Klimawandel Auswirkungen auf die Gesundheit?
15.03.2022

Dass das Wetter und die Gesundheit durchaus zusammenhängen, wissen viele, die etwa bei Fön an Kopfschmerzen leiden oder in der kalten Jahreszeit zu Depressionen neigen. Wie sich der Klimawandel auf die Gesundheit der Atemwege auswirkt, wurde kürzlich untersucht.

Der Klimawandel steht für langfristige Veränderungen der Temperaturen und Wettermuster. Neben Schwankungen in der Sonnenaktivität ist die Hauptursache mittlerweile der Mensch – durch die Industrie, den Verkehr, das Heizen oder die Flächennutzung. Werden fossile Brennstoffe wie Kohle, Erdöl und Erdgas verbrannt, so entstehen Treibhausgasemissionen, die sich wie eine Hülle um die Erde legen. Dadurch wird die Sonnenwärme zurückgehalten und die Temperaturen steigen. Die Folge sind zum Beispiel zunehmende Stürme und Überschwemmungen oder der Anstieg der Meeresspiegel.1

Bericht zeigt Schwachstellen auf

Der vom Pharmaunternehmen Chiesi in Auftrag gegebene Bericht „Climate Change and its impact on lung health: a focus on Europe“ warnt nun vor weiteren, bisher noch wenig beachteten schädlichen Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit. Im Fokus stehen die Atemwege. Durch die wärmeren Temperaturen kann sich zum Beispiel die Pollensaison verlängern oder in Regionen auftreten, die bisher nicht belastet waren.2 Extreme Wetterereignisse sowie hohe Temperaturen können die Feinstaub-, aber auch die Schimmelpilzbelastung enorm steigern und weisen deutlich auf die Zunahme von Asthmaerkrankungen hin.3

Aber nicht nur die Luftqualität im Freien gibt Anlass zur Sorge – sie wirkt sich auch in Innenräumen aus und wird zusätzlich verschlechtert, wenn Schadstoffe von Baumaterialien der Gebäude entweichen, in den Räumen geraucht wird oder Klimaanlagen für kalte, trockene Luft sorgen.4

Lösungen in Sicht?

Wer also ohnehin schon durch Vorerkrankungen der Atemwege belastet ist, hat ein höheres Risiko, nun auch durch die Klimaerwärmung weiteren Gesundheitsbelastungen ausgesetzt zu werden.3 Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht sogar so weit, die Klimakrise als eine der größten Gesundheitsbedrohungen des 21. Jahrhunderts zu deklarieren.5

Dass es einen komplexen Ansatz in vielen Politikfeldern benötigt, um hier Lösungen zu erzielen, liegt auf der Hand, macht aber gleichzeitig die Umsetzung auch schwierig. Europa hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 die Treibhausgasemissionen etwa auf die Hälfte des Niveaus von 1990 zu bringen und bis 2050 überhaupt ein „klimaneutraler“ Kontinent zu werden.6 Die Pläne klingen engagiert, doch Europa allein kann das weltweite Problem nicht lösen und schon jetzt ist in vielen Ländern absehbar, dass die ambitionierten Ziele kaum erreicht werden können. Viele kleine Schritte sind erforderlich, die als Ganzes wirken. Dazu gehören etwa die Verbesserung der Datenbasis über die Luftqualität, Anreize für den Einsatz von Clean-Technologies im Verkehr und Transport, aber auch die Fortbildung des Gesundheitspersonals, um die Zusammenhänge von Klimaveränderung und Erkrankungen der Atemwege besser zu erkennen und auf ohnehin bereits belastete Risikogruppen zu fokussieren.

Chiesi auf dem Weg zur Klimaneutralität

Chiesi will einen aktiven Beitrag gegen den Klimawandel leisten und hat sich verpflichtet, bis zum Jahr 2030 die direkt erzeugten Treibhausgasemissionen und jene, die mit dem Kauf von Strom und Wärme verbunden sind, um die Hälfte gegenüber dem Jahr 2019 zu senken. Dazu ist es unter anderem erforderlich, die Fahrzeuge auf eine E-Flotte umzustellen. Alle Firmenstandorte werden zudem auf 100 % erneuerbare Energie umgestellt. Ein weiteres engagiertes Ziel ist es, bis zum Jahr 2030 die Emissionen pro verkaufte Einheit von Inhalatoren um 80 % gegenüber dem Jahr 2019 zu reduzieren.7

Diese Verpflichtungen sind nicht nur Ankündigungen, sondern klar formuliert, messbar und die Ergebnisse werden transparent kommuniziert. Dazu wurden die Reduktionsziele von der Science Based Target initiative (SBTi) genehmigt und stehen im Einklang mit dem höchst ambitionierten Ziel des Pariser Abkommens: Der globale Temperaturanstieg soll bis zum Jahr 2100 auf 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau begrenzt werden.8

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