Erkenntnis: Ich bin nicht meine Krankheit!

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Depressionen bei Asthma und COPD

Nach einer Diagnose dreht sich erst einmal alles um die Erkrankung. Auch später kann es immer wieder Phasen geben, in denen die Krankheit im Vordergrund steht. Doch es gibt im Leben noch so viel mehr! Früher oder später erkennen die meisten PatientInnen: Ich habe eine Krankheit, aber ich bin nicht meine Krankheit!

Krankheit verlangt Veränderung

Eine chronische Erkrankung geht niemals spurlos an einer Patientin/einem Patienten vorüber. Es gilt, neue Gewohnheiten aufzubauen, vielleicht auch auf Liebgewonnenes zu verzichten. Man beschäftigt sich ganz neu mit dem eigenen Körper und muss mit Sorgen und unangenehmen Gedanken umgehen lernen. Warum passiert das mir? Was habe ich falsch gemacht? Wie soll es weitergehen? Sich mit diesen Gedanken auseinanderzusetzen ist wichtig und notwendig. Denn nur so können Veränderungen entstehen, die Ihnen helfen, mit Ihrer Erkrankung umzugehen. Zu Beginn beherrscht die Erkrankung deshalb einen großen Teil des Alltags und der Gedanken. Nach und nach sollte sich das aber wieder reduzieren. Die Krankheit darf ein Teil des Lebens werden, dieses aber nicht vollständig bestimmen.

Was macht Sie aus?

Ihre Erkrankung ist Teil von Ihnen, aber natürlich längst nicht alles! Sie sind nicht nur LungenpatientIn, sondern auch Mutter/Vater, Tochter/Sohn, FreundIn, Geliebte/r, SportlerIn, Frohnatur, Gourmet, Naturbegeisterte/r, Bücherratte oder was Sie sonst so bewegt. Wenn eine Erkrankung das Leben verändert, muss man manchmal das Bild von sich selbst ein Stück weit anpassen. Die Krankheit will integriert werden. Aber was macht Sie sonst noch aus?

Wenn Sie mögen, schreiben Sie eine Liste von all dem, was Ihnen wichtig ist. Welche Eigenschaften haben Sie? Was können Sie gut? Was begeistert Sie? Welche Menschen nehmen einen wichtigen Raum in Ihrem Leben ein? Worüber können Sie lachen? Was haben Sie schon erlebt? Welche Ziele wollen Sie noch erreichen? All das und noch viel mehr macht Sie als Person aus. Geben Sie diesen Aspekten Raum, indem Sie Zeit mit Ihren FreundInnen und Ihrer Familie, aber auch mit Ihren Hobbys und Interessen verbringen.

Bitten Sie um normale Behandlung

  • Auch im Freundeskreis und in der Familie kann es vorkommen, dass plötzlich nur noch die Erkrankung im Vordergrund steht und normale Gespräche schwierig werden. Wenn Sie dieses Problem kennen, hilft oft ein offenes Gespräch. Erklären Sie Ihren Vertrauten, was Sie über Ihre Erkrankung wissen und was diese für Auswirkung hat. Dann bitten Sie aber darum, Sie möglichst normal zu behandeln und in die gewöhnlichen Alltagsgespräche mit einzubeziehen. Wenn das Gespräch trotzdem immer wieder auf die Erkrankung kommt, können Sie auch freundlich, aber bestimmt Grenzen setzen: „Ich möchte mich gerade nicht mit der Krankheit beschäftigen, lass uns über etwas anderes sprechen.“

Quellen

  • https://mymonk.de/von-krankheit-gelernt/
  • https://www.vdk.de/deutschland/pages/teilhabe_und_behinderung/75725/behinderte_studierende_ich_bin_nicht_meine_krankheit?dscc=ok
  • https://www.bosch-stiftung.de/de/story/ich-bin-kein-sklave-meiner-krankheit
  • https://www.gluecksdetektiv.de/krank-8-typische-gedanken/
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