Erhöhtes Risiko: Asthma in den Wechseljahren

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Asthma in den Wechseljahren

Die Wechseljahre sorgen im Körper und in der Psyche einer Frau für eine Menge Veränderungen. Der sich ändernde Hormonhaushalt hat Auswirkungen auf den gesamten Organismus.

Auch die Atemwege können betroffen sein, wie Forscher jetzt herausfanden: Frauen in der Menopause haben ein erhöhtes Risiko, Asthma zu entwickeln. Auch bestehendes Asthma kann sich jetzt verschlimmern.

Asthma: Höheres Risiko in der Menopause

In den Wechseljahren ändert sich vieles für eine Frau. 2016 fanden Forscher bei einer Studie mit über 2300 Frauen heraus, dass die Menopause auch auf die Atemwege eine negative Wirkung haben kann: Frauen in den Wechseljahren hatten in der Studie ein deutlich erhöhtes Risiko, an Asthma zu erkranken als Frauen außerhalb der Menopause. Diese Ergebnisse waren unabhängig davon, ob die Frauen rauchten, wo sie lebten und wie alt sie waren. Besonders gefährdet sind anscheinend sehr dünne Frauen. Grund dafür ist die Reduzierung des Hormons Östrogen. Dieses wird in den Wechseljahren nur noch wenig produziert, einen guten Teil davon übernehmen die Fettzellen. Hat eine Frau nur wenige davon, verfügt sie über noch weniger Östrogen als Frauen mit ein paar Fettpölsterchen. Dieses Hormon scheint unter anderem eine Rolle beim Schutz der Atemwege zu spielen.

Frauen, die schon vor den Wechseljahren Asthma hatten, zeigten in der Menopause häufig schlimmere Symptome als vorher.

Asthma in den Wechseljahren: Aufmerksamkeit ist wichtig

Die schlechte Nachricht: Ganz verhindern können Sie nicht, dass Ihr Asthma-Risiko in den Wechseljahren ansteigt. Die gute Nachricht: Sie haben trotzdem viel Einfluss darauf, wie gesund Sie bleiben. Vor und in den Wechseljahren ist ein gesunder Lebensstil ganz besonders wichtig. Bewegung, frische Luft und gesunde Ernährung tragen viel dazu bei, dass Sie möglichst gesund und beschwerdefrei durch die Wechseljahre kommen. Was das Asthma angeht: Bleiben Sie aufmerksam und wenden Sie sich bei neuen oder verschlimmerten Atemproblemen möglichst bald an Ihren Arzt. Je früher Asthma erkannt und behandelt wird, umso besser.

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