Die 6 wichtigsten Risikofaktoren für COPD!

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Die 6 wichtigsten Risikofaktoren für COPD!

Rauchen stellt einen Hauptrisikofaktor für COPD dar. Daneben existieren aber noch andere, die es zu beachten gilt. Eine Kombination mehrerer Ursachen muss unbedingt vermieden werden.

Nikotin als Hauptfaktor

Zu den wichtigsten Risikofaktoren für COPD zählen1,4

  • Tabakrauch (aktiv und passiv)
  • Genetische Veranlagung, etwa ein Alpha1-Antitrypsin-Mangel
  • Berufsbedingtes Einatmen von Stäuben und Chemikalien, z. B. im Bergbau, am Bau, in der Landwirtschaft
  • Luftschadstoffe wie Feinstaub, Ruß, Abgase etc.
  • Infektionen der Atemwege in der Kindheit
  • Frühgeburt

Laut der europäischen Atemwegsgesellschaft (European Respiratory Society) erkranken 40 bis 50 Prozent aller lebenslangen Raucher an COPD, unter jenen, die nie geraucht haben, sind es nur zehn Prozent. Eine genetische Komponente unterstützt oder verhindert die Erkrankung zusätzlich.2 Inwieweit Passivrauchen ein Risiko darstellt, ist weniger gut erforscht. Studien legen jedoch nahe, dass Passivraucher in einem Raucherhaushalt eher erkranken als Menschen in einem Nichtraucherhaushalt.

Genetik und Vorerkrankungen

Dass die individuelle Ausprägung der Lungenfunktion genetisch bedingt sein kann, ist Forschern bekannt – immerhin tritt COPD in manchen Familien verstärkt auf. Welche die potenziellen Risikogene sind und inwieweit sie COPD auslösen können, bedarf jedoch noch weiterer Forschungsarbeit. Das gilt übrigens auch für Vorerkrankungen in der Kindheit – ihr Einfluss auf COPD ist unbestrittenen, aber die Zusammenhänge müssen noch genauer untersucht werden1. Gesichert ist hingegen, dass ein angeborener Alpha1-Antitrypsin-Mangel das Risiko für COPD erhöht. Der Mangel ist schuld daran, dass Enzyme ungehindert Eiweiß abbauen. Dadurch wird das Lungengerüst geschädigt. Der Mangel ist nicht häufig – nur ein Prozent der COPD-Patienten leidet darunter –, aber er löst COPD oft schon vor dem 40. Lebensjahr aus.

Umwelteinflüsse und Schadstoffe

Die europaweite APHEA-Studie3 zeigt, dass die Zahl der Krankenhausaufnahmen wegen COPD vom Grad der akuten Luftverschmutzung mit Ozon und Feinstaub abhängt. Auch Nitrogase und Schwefeldioxid spielen eine Rolle. Wohnen an stark befahrenen Straßen erhöht nachweislich das Risiko für COPD. Neben Feinstaub steht aber auch der Rauch, der bei der Verbrennung von Holz, Kohle, Pflanzenteilen oder Dung entsteht, im Verdacht, COPD Vorschub zu leisten. Stäube, Dämpfe und Gase, denen Menschen berufsbedingt ausgesetzt sind, sorgen ebenfalls für überproportional häufige Lungenkrankheiten. Das ist vor allem im Bergbau, in der Getreideverladung, beim Schweißen sowie beim Umgang mit Mineralfasern, quarzhaltigen und chemischen Dämpfen der Fall.1

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