Corona-Virus: Wichtige Maßnahmen für Lungenpatienten

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Corona-Virus: Wichtige Maßnahmen für Lungenpatienten

Der Shutdown im Zuge der Corona-Pandemie stellt praktisch jeden vor große Herausforderungen im Alltag. Manche Bevölkerungsgruppen müssen aber ganz besonders sorgfältig darauf achten, sich nicht mit dem Covid-19-Virus anzustecken – und dazu gehören jedenfalls auch Lungenpatienten.

Covid-19 nennt sich die Erkrankung der Atemwege, mit der sich derzeit Menschen weltweit anstecken können. Per Tröpfcheninfektion – wie bei einer Grippe – wandert das Virus von einem Menschen zum nächsten, das bedeutet, dass Erreger eingeatmet werden bzw. über die Schleimhäute in den Körper und die Atemwege gelangen. Auf Hochtouren arbeiten Forscher daran, mehr über das Virus zu erfahren, wie es sich ausbreitet, wann es zu schweren Erkrankungen führt, wann nicht, wie es bekämpft werden und vor allem wie dagegen geimpft werden kann. Fest steht, dass die Mehrheit der Patienten keine oder nur geringe Beschwerden aufweisen. Bei einem Teil der Erkrankten führt das Virus jedoch zu Atemproblemen bis hin zu schwerer Lungenentzündung, die auch tödlich enden kann.1)

Dass Lungenpatienten mit einer derartigen Eskalation der Erkrankung besonders gefährdet wären, liegt auf der Hand, auch wenn die Ansteckungsgefahr per se die gleiche für jeden ist. „Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen können Viren schlechter selbst bekämpfen, da die Lungenschleimhaut durch die bereits bestehende Erkrankung abwehrgeschwächt ist“, so Prof. Dr. Rainald Fischler, Facharzt für Innere Medizin. „Das Coronavirus betrifft hauptsächlich die oberen und unteren Atemwege. Daher sind Patienten mit Lungenvorerkrankung besonders betroffen.“ Auch die Lungenfunktion sei ein mögliches Maß für die Gefährdung. Je höher der FEV1-Wert, desto geringer die Gefährdung.3) Für sie gilt daher, eine Ansteckung nach bestem Wissen und Gewissen zu vermeiden.

Zusammenfassend die wichtigsten Maßnahmen, um einer Ansteckung mit Covid-19 zu entgehen:2)

  • Waschen Sie sich die Hände regelmäßig, jedenfalls nach jedem Kontakt außerhalb Ihrer Wohnung, mit Seife und warmem Wasser für jeweils mindestens 20 Sekunden.
  • Versuchen Sie, mit den Händen nicht in Ihr Gesicht zu greifen.
  • Desinfizieren Sie Ihre Hände und alles, was Sie berühren, wenn Sie im öffentlichen Raum unterwegs sind.
  • Verzichten Sie auf Begrüßungen wie Händeschütteln und Umarmungen.
  • Beschränken Sie Ihre sozialen Kontakte auf das Notwendigste, meiden Sie Menschenansammlungen. Nur direkte Kontakte, die unbedingt notwendig sind, sollen gepflegt werden.
  • Wenn Sie ins Freie gehen, dann allein oder mit Personen, die mit Ihnen im gemeinsamen Haushalt leben.
  • Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist grundsätzlich nicht gestattet, außer in wenigen Ausnahmefällen. Halten Sie dann mindestens 1 bis 2 Meter Abstand zu anderen Personen.
  • Inhalieren Sie isotonische Kochsalzlösung mit einem Vernebler (zwei- bis dreimal am Tag für 6 Minuten), um Ihre Atemwege zu befeuchten.1)
  • Tragen Sie in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Geschäften und bei Kontakt mit anderen einen Mund-Nasen-Schutz, wenn möglich eine Atemschutzmaske der Filterklasse FFP 1-3, denn nur sie bieten echten Schutz vor Ansteckung. Sie erschweren allerdings das Atmen.3)
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