Grillen – Risiken bei COPD und Asthma
16.07.2018

Grillen – Risiken bei COPD und AsthmaDas Brutzeln von Fleisch, Fisch und Würsten am Grill ist ein beliebtes Sommervergnügen. Kaum beginnt die warme Jahreszeit, kommt der Grill-Rost in den  Garten. Wer keinen Garten sein eigen nennt, fährt beladen mitsamt Grill, Bratwurst und Schnitzel hinaus ins Grüne. Aber das Vergnügen hat auch seine Tücken, denn der Rauch, der beim Verbrennen von Holz entsteht, ist erwiesenermaßen schädlich für die Lunge. Bei ständigem Einatmen kann er sogar COPD verursachen. Eine Studie hat gezeigt, dass bei Rauchern, die beruflich dem Rauch von Holzfeuer ausgesetzt sind, das Risiko einer COPD-Erkrankung um das Vierfache erhöht ist. Beide Faktoren – Tabakkonsum und Feuerrauch – gemeinsam können also mehr Schaden anrichten als jeder Faktor für sich allein.

PAK gilt als besonders gesundheitsschädlich

Besonders schädlicher Rauch entwickelt sich beim Grillen mit dem Holzofengrill, da hierbei Fett und Flüssigkeit aus dem Grillgut direkt in die Glut tropft. Dabei können chemische Verbindungen, so genannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), entstehen, die als gesundheitsschädlich gelten und sogar Krebs erregen können. Außerdem reizen die aufsteigenden Rauchschwaden die Atemwege und veranlassen die überempfindlichen Bronchien von Asthmatikern, und COPD-Patienten sich krampfartig zusammenzuziehen, was Husten und Luftnot verursachen kann. Für Asthmatiker und COPD-Patienten ist es daher ratsam, den Rauch von Holzkohlengrills, Lagerfeuern oder offenen Kaminfeuer zu meiden. Keinesfalls jedoch sollten sie den Job des Grillmeisters übernehmen. Aber nicht nur das Einatmen des Grillrauchs ist eine Belastung, auch das Grillgut kann sich als gesundheitsschädlich erweisen. Denn ein Teil der polyzklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe setzt sich auf dem Gegrillten ab und wird mit gegessen. Daher sollten stark verkohlte Stellen, egal ob bei Fleisch, Fisch, Obst oder Gemüse, unbedingt entfernt werden.

Empfehlenswert: Elektro- oder Gasgrillgeräte

Wer auf das Grillvergnügen nicht verzichten will, sollte besser zu rauchärmeren Elektro- oder Gasgrillgeräten greifen. Der Elektrogrill hat den Vorteil, dass der herabtropfende Fleischsaft in einer mit Wasser gefüllten Schale aufgefangen wird und so nicht in die Glut gelangen kann. In mit Propangas betriebenen Geräten wird das Grillgut über einen Bratrost von oben erhitzt, so dass auch hier keine Flüssigkeit in die Glut laufen kann, was eine übermäßige Rauchbildung verhindert.


Quellen