Atemtechniken

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Atemtechniken

Gewusst wie!

Atmen ist in den meisten Situationen ein unbewusster Vorgang und damit unserer direkten Kontrolle entzogen. Kleine Kinder atmen automatisch richtig, im Lauf der Jahre können sich aber leicht falsche Gewohnheiten einschleichen. Wenn Probleme mit der Atmung auftreten, ist es besonders wichtig, die richtige Atmung wieder zu erlernen und zu gesunden Atemtechniken zurückzufinden. Atemübungen bei Asthma können die Lebensqualität deutlich erhöhen. Worauf es dabei ankommt, wird zum Beispiel beim Lungensport oder in der Asthma-Schulung vermittelt.

Grundlage für alle Atemtechniken: den Atem bewusst wahrnehmen

Der erste Schritt, um die Atmung zu verändern, ist die bewusste Wahrnehmung des Atems. Versuchen Sie deshalb zu Beginn, im Alltag immer wieder bewusst auf die Atmung zu achten.

Bewegen sich beim Atmen Schulter und Brustkorb oder ist in erster Linie der Bauch beteiligt? Die Bauchatmung (oder auch Zwerchfellatmung) ist tiefer und entspannter als die Brustatmung. Außerdem wird bei dieser (eigentlich ganz natürlichen) Atemtechnik die Hilfsatemmuskulatur nicht so stark belastet, was die Atemarbeit für den Körper reduziert. Üben Sie die Bauchatmung zunächst ein, während Sie auf dem Rücken liegen.

Wenn Sie einmal gelernt haben, woran Sie die beiden Atemtechniken unterscheiden können, wird es Ihnen auch im Alltag leichter fallen, immer wieder zur Bauchatmung zurückzukommen.

Atemtechniken für den Notfall

Nicht nur für den Alltag sind die richtigen Atemtechniken von großer Bedeutung. Auch bei einem Asthmaanfall können sie große Linderung und Beruhigung bringen. Wichtig ist, dass die Techniken regelmäßig eingeübt und wiederholt werden, damit sie im Notfall ganz automatisch zur Verfügung stehen.
Eine der bekanntesten Atemübungen für Asthmatiker ist die „Lippenbremse“. Sie setzt dem erhöhten Druck im Brustkorb selbst Druck entgegen und erleichtert so die Ausatmung. Atmen Sie für die Lippenbremse gegen die locker aufeinanderliegenden, gespitzten Lippen aus. Die Wangen sind aufgebläht. Der Luftstrom wird so gebremst und kann gleichmäßiger und vollständiger ausgeatmet werden. Für den Anfang hilft es, beim Ausatmen die Laute „f“, „s“ oder „sch“ zu verwenden, damit der Luftstrom hörbar wird und damit leichter kontrolliert werden kann.

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