COPD Diagnose

So wird die Lungenkrankheit diagnostiziert

Hat ein Patient andauernden Husten mit Auswurf, fällt der Verdacht schnell auf COPD, vor allem, wenn der Betroffene Raucher ist. Der erste Schritt des Arztes wird eine ausführliche Anamnese sein, in der er den Patienten nach den Symptomen befragt (Häufigkeit, Art, Zeit des Auftretens etc.), aber auch Lebensgewohnheiten und frühere Krankheiten herausfindet. Gezielte Fragen sollen den Verdacht erhärten oder widerrufen. Dann folgt eine körperliche Untersuchung, die jedoch in den ersten Stadien oft unauffällig ausfällt. Eine verlängerte Ausatmung oder Atemgeräusche treten erst ab dem mittelschweren Stadium der COPD auf.

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Der Lungenfunktionstest: wichtigstes Diagnosewerkzeug bei COPD

Die aussagekräftigste Untersuchung bei der Diagnose von COPD ist der Lungenfunktionstest (auch: Spirometrie). Er zeigt die Funktions- und Leistungsfähigkeit der Lunge an und deckt damit eventuelle Einschränkungen auf. Mit diesem Test (der übrigens schmerzfrei und schnell durchzuführen ist) kann COPD von anderen Krankheiten recht sicher unterschieden werden. Auch der Schweregrad lässt sich so bestimmen. Bei der Lungenfunktionsprüfung werden verschiedene Werte erfasst:

  • die Einsekundenkapazität (FEV1-Wert): Hier wird die Luftmenge gemessen, die nach sehr tiefem Einatmen in der ersten Sekunde maximal ausgeatmet werden kann.
  • Vitalkapazität (VK): Hierunter versteht man das Luftvolumen, das der Patient nach tiefem Ausatmen maximal einatmen kann.
  • relative Einsekundenkapazität (FEV1/VK): Beide Werte werden nun in Relation gesetzt. Gemessen wird der Anteil der individuellen Vitalkapazität, der in der ersten Sekunde ausgeatmet werden kann. Oft werden für diese Untersuchung bronchienerweiternde Medikamente gegeben. Liegt der Wert trotzdem unter 0,7, ist von einer COPD auszugehen.

COPD: Weitere Möglichkeiten zur Diagnose

Je nach Situation können noch weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Spätestens jetzt ist ein Lungenfacharzt (Pneumologe) gefragt. Er führt eventuell zur Sicherung der Diagnose eine Blutgasanalyse oder eine Herzuntersuchung mittels EKG durch. Auch bildgebende Verfahren wie Röntgen oder Computertomografie können nötig werden, um die Schäden der Lunge einzuschätzen. Ein Allergietest und eine Untersuchung des Auswurfs können ebenfalls helfen, die Diagnose COPD eindeutig zu stellen, die Ursachen zu ermitteln und den Schweregrad der Krankheit festzustellen.

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