Die vier Säulen der Asthmatherapie

Ziel einer modernen Asthmatherapie ist ein nahezu symptomfreier Zustand, der die Patienten im Alltag nicht einschränkt. Um dieses Ziel zu erreichen, sind verschiedene Maßnahmen notwendig. Die Therapie ruht deshalb auf vier Grundpfeilern:

1. Medikamentöse Maßnahmen in der Asthmatherapie

Die erste Säule der Asthmatherapie betrifft die medikamentöse Behandlung. Die Einnahme der korrekten Medikamente und die regelmäßige Anpassung der Therapie sind ausschlaggebend für den Erfolg der Behandlung. Die Medikation hilft, gesund zu bleiben. Meist werden die Medikamente inhalativ verabreicht, sodass die Wirkstoffe direkt dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Damit kann die Dosierung deutlich niedriger ausfallen als beispielsweise bei einer Tablette. In der Asthmabehandlung kommen vor allem zwei Gruppen von Medikamenten zum Einsatz: Einerseits werden entzündungshemmende Mittel zur Behandlung gegeben. Sie arbeiten also gegen die Entzündung in den Bronchien, die jedem Asthma zugrunde liegt, und müssen ab einem bestimmten Schweregrad dauerhaft eingenommen werden. Andererseits gibt es atemwegserweiternde Medikamente. Ab einem gewissen Schweregrad der Erkrankung werden beide Arten von Medikamenten dauerhaft eingenommen. Zusätzliche Notfallmedikamente helfen im Akutfall und verschaffen schnelle Linderung der Atemnot.

Nicht-medikamentöse Maßnahmen zur Behandlung von Asthma

Weitere Pfeiler in der Asthmatherapie sind

2. Körperliche Aktivitäten und Atemtherapie

Früher wurde Asthmatikern empfohlen, körperliche Anstrengung zu meiden. Heute weiß man, dass körperliche Aktivitäten dazu beitragen können, die Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Atemtherapie und Atemphysiotherapie helfen bei der Erlernung wichtiger Atemtechniken und -übungen. Außerdem sollten Asthmatiker unbedingt das Rauchen aufgeben. Das ist nicht nur für das Asthma wichtig, sondern senkt das Risiko auch für andere schwere Krankheiten wie beispielsweise COPD.

3. Vermeidung von Auslösern und Verstärkern der Asthmaanfälle

Auch wenn es schwierig sein kann: Sie sollten Ihre individuellen Auslöser von Atemnot vermeiden. Je nachdem, welche Faktoren bei Ihnen die Asthmaanfälle auslösen, werden dafür unterschiedliche Maßnahmen notwendig.

4. Selbstkontrolle der Erkrankung

Die Beschwerden bei Asthma schwanken sehr stark. Wenn die Beschwerden zunehmen, muss möglicherweise die Asthmatherapie angepasst werden. Deshalb muss die Erkrankung unbedingt vom Patienten selbst kontrolliert werden. Das geschieht mit dem sogenannten Peak-Flow-Meter, einem einfachen Messgerät, das die Weite der Atemwege bestimmt. Weitere Maßnahmen zur Selbstkontrolle sind persönliche Aufzeichnungen wie ein Anfallstagebuch oder eine Medikamentenliste.

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