Substitutionstherapie

Was ist unter Substitutionstherapie zu verstehen?

Intravenöser Ersatz von Alpha-1-Antitrypsin

Ist die Lungenfunktion durch den Alpha-1-Antitrypsin-Mangel bereits in erhöhtem Maße gestört, kann es sinnvoll oder auch notwendig sein dem Körper das Schutzprotein als Infusion zuzuführen. Diese Behandlungsform nennt sich Substitutionstherapie. Um in einen klinisch unauffälligen Bereich zu gelangen, wird ein Spiegel von 0,8 g/l angestrebt. Die Therapiemethode kommt vor allem für Patienten mit mittelgradigem Lungenemphysem infrage. Grundvoraussetzung ist allerdings, dass der Behandelte nicht raucht.

Therapie bis ans Lebensende

Durch die Zufuhr von Alpha-1-Antitrypsin lässt sich die Zerstörung der Lungenbläschen verlangsamen. Geheilt wird der Patient dadurch jedoch nicht, da der Körper das fehlende Protein auch weiterhin nicht allein herstellen kann. Auch die Lungenfunktion wird durch diese Behandlung nicht verbessert, da zerstörte Lungenbläschen weder repariert noch neu gebildet werden können. Daher wird eine einmal begonnene Substitutionstherapie für gewöhnlich lebenslang fortgesetzt.

Konzentrat aus Plasmaspenden

Das für die Substitutionstherapie verwendete Alpha-1-Antitrypsin-Konzentrat wird aus Plasmaspenden gesunder Menschen gewonnen. Die Patienten erhalten normalerweise einmal wöchentlich für ca. 30 Minuten ihre Infusionstherapie. Meist wird diese vom Hausarzt oder vom niedergelassenen Lungenfacharzt verabreicht. Da die Dosierung nach Körpergewicht berechnet wird, ist es wichtig regelmäßig Gewichtskontrollen durchzuführen, um im Falle von Gewichtszunahmen die Dosierung entsprechend anzupassen

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