Welche Möglichkeiten der Selbsthilfe gibt es bei Alpha-1?

Tabakrauch meiden

Rauchen führt zur vermehrten Freisetzung von neutrophiler Elastase und beschleunigt dadurch die Schädigung der Lunge. Darüber hinaus inaktiviert der Zigarettenrauch das wenige vorhandene Alpha-1-Antitrypsin. Daher ist ein sofortiger Rauchstopp unabdingbar. Raucherentwöhnungsprogramme können dabei helfen.

Schadstoffe vermeiden

Schädliche Stoffe in der Luft belasten die Lunge zusätzlich und bewirken eine Verschlechterung der Lungenfunktion. Alpha-1-Patienten sollten ihnen deshalb möglichst aus dem Weg gehen und beispielsweise einen Atemschutz tragen, wenn sie am Arbeitsplatz Staubpartikeln, Dämpfen oder Ruß ausgesetzt sind. Im Sommer ist es außerdem empfohlen, bei hohen Ozonwerten im Haus zu bleiben und auf körperliche Anstrengungen zu verzichten.

Auf die richtige Ernährung achten

Im Verlauf der Erkrankung verändert sich die Atmung. Das Atmen fällt durch die Überblähung der Lunge immer schwerer. Daher gehen die Betroffenen zunehmend zur Bauchatmung über. Bei übergewichtigen Personen steht das Zwerchfell höher, wodurch die Lunge sich weniger gut nach unten ausdehnen kann. Dadurch wird das Atmen zusätzlich erschwert. Durch das Erreichen des Normalgewichts lassen sich die Atemprobleme verringern. Zu schnelles Essen und zu große Portionen können die Atmung ebenfalls erschweren und sollten deshalb vermieden werden.

Die beeinträchtigte Atmung beim Lungenemphysem führt durch die verstärkte Atemarbeit zu einem deutlich höheren Kalorienverbrauch. Für untergewichtige Patienten ist es daher wichtig, auf eine ausgewogene, vitamin- und eiweißreiche Ernährung zu achten. Um ein normales Körpergewicht zu erreichen, kann für diese Personengruppe sogar eine fettreiche Nahrung vorteilhaft sein. Fünf kleine Mahlzeiten am Tag sind besser als drei große, weil sie den Organismus nicht so stark belasten und dem Körper die benötigten Kalorien verträglicher zuführen.

Körperliche Bewegung und Atemgymnastik

Durch Lungensport und Atemtherapie lässt sich die Funktion der Lunge verbessern. Für Patienten mit einer Lungenerkrankung ist die Stärkung der für die Atmung relevanten Brust- und Rückenmuskeln besonders wichtig. Meist spüren die Betroffenen schon nach wenigen Tagen eine Verbesserung, die zum Weitermachen motiviert.

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