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Kurs COPD im Alltag – Lektion 3

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Was für Gesunde reine Routine ist, kann für Menschen mit COPD sehr anstrengend sein. Die Rede ist vom Duschen oder Waschen im Badezimmer. Mit einigen Tipps und Hilfsmitteln wird die tägliche Körperpflege jedoch deutlich einfacher.

Hilfsmittel

Folgende Hilfsmittel erleichtern das Duschen und Waschen. Zudem lassen sich damit Bewegungen vermeiden, bei denen der Brustkorb komprimiert und das Atmen erschwert wird (nach vorne neigen, bücken).

  • Duschstuhl oder Wannensitz (diese sind zum Teil verordnungsfähig)
  • Mobile Griffe mit Saugnapf geben dort Halt, wo Sie ihn brauchen.
  • Rückenwaschen ohne Verrenkungen? Nutzen Sie einen Schwamm mit verstellbarem Griff oder einen Waschlappen mit zwei Bändern (selber machen oder in Läden für Pflege-, Reha-  oder Seniorenbedarf kaufen).
  • Zwischen den Zehen waschen Sie sich ohne Bücken, indem Sie einen kleinen Schwamm oder Lappen mit Griff verwenden.

Nützliche Tipps

Mit einigen einfachen Tipps können COPD-Patienten sicher und ohne Atemnot für ihre tägliche Körperhygiene sorgen:

  • Legen (oder hängen) Sie alles, was Sie benötigen, vorher griffbereit an die richtige Stelle.
  • Vermeiden Sie jegliches Bücken oder nach vorne Neigen, da es zu Atemnot führen kann.
  • Auch wenn der Schlauch stört, nehmen Sie die Sauerstoffversorgung bitte nicht ab. Die Bewegungen sind gerade in der Wanne oder unter der Dusche oft anstrengender als gedacht.
  • Parfümierte Pflegemittel, vor allem in Sprayform (Haarspray, Deo), sollten Sie meiden. Sie können Atemnot verursachen.
  • Lungenexperten raten: Duschköpfe einmal jährlich austauschen, da sich darin Keime bilden, die für immungeschwächte COPD-Patienten schädlich sein können.
  • Nach dem Duschen am besten sofort Fenster oder Tür öffnen, da der Dampf zu Atemnot führen kann (Vorsicht: Keine Zugluft bei nasser Haut, Erkältungsgefahr).
  • Fühlen Sie sich heute nicht gut? Dann reicht statt Duschen auch eine Katzenwäsche.
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